BAYERISCHE NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE

Maßnahmen zur Umsetzung der Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie

Sie möchten wissen, was sich hinter der Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie ganz konkret verbirgt – am besten auf einen Blick?
Sehen Sie selbst. Nachstehend finden Sie ausgewählte Maßnahmen und Projekte der ressortübergreifenden Bayerischen Nachhaltigkeitsstrategie zu den Themenfeldern:


Klimawandel


Projektverbund BayKlimaFit

Der Projektverbund "BayKlimaFit - Strategien zur Anpassung von Kulturpflanzen an den Klimawandel“ soll wichtige Erkenntnisse für die Anpassung von Kulturpflanzen an den Klimawandel liefern und somit einen Beitrag zur Klima-Anpassungsstrategie Bayerns leisten.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind in Bayern bereits allgegenwärtige Realität. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass unsere Kulturpflanzen teilweise extremem Stress bei stark wechselnden Umweltbedingungen ausgesetzt sind und diesem widerstehen müssen. Gelingt es, die molekularen Mechanismen zu verstehen, welche Pflanzen nutzen, um sich gegen abiotischen Stress wie Staunässe, Kälte, Trockenheit oder Hitze zu wappnen, können effiziente Strategien zur Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit entwickelt werden.

Die Ergebnisse der Forschung sollen dabei helfen, wichtige heimische Nutz- und Kulturpflanzen robuster gegen extreme Wetterereignisse zu machen. Damit können sie zur Sicherung einer nachhaltigen und umweltschonenden Produktion beitragen. Ziel ist es, den Verbund möglichst effizient zu gestalten und Synergien optimal zu nutzen. Daher finden Kooperationen zu inhaltlichen und methodischen Fragestellungen zwischen den einzelnen Projektpartnern statt. So werden wesentliche Impulse gegeben und mögliche züchterische Anpassungen von Kulturpflanzen an den Klimawandel, unter Schonung knapper Ressourcen (z.B. Wasser, Nährstoffe, Boden) aufgezeigt.

Am 09. Oktober 2017 wurden erste Ergebnisse auf einer Zwischenbilanz der Öffentlichkeit vorgestellt.

KLIWA

Der anthropogen verursachte Klimawandel ist global wie regional mittlerweile als eine Tatsache anerkannt. Die Folgen des Klimawandels sind auch in Bayern bereits deutlich spürbar. Die weitere Klimaentwicklung wird deutliche Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt in Bayern haben. Für die gebotene Anpassung braucht es eine belastbare und wissenschaftlich fundierte Basis, die für Bayern möglichst einheitlich und richtungsweisend zu ermitteln und bereitzustellen ist.

Im Bereich Wasser bedeutet dies die Schaffung einer bayernweiten und ressortübergreifend abgestimmten Datengrundlage für alle Anpassungsaktivitäten von staatlichen und kommunalen Verwaltungseinheiten auf regionaler wie lokaler Ebene.

Bayerische Klima-Allianz

In der bayerischen Klima-Allianz schaffen starke Partner Bewusstsein für Klimaschutz in der Gesellschaft.
Der Schutz des Klimas ist eine der dringlichsten Aufgaben des 21. Jahrhunderts. Ziel ist es, die Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zu erhalten. Gemeinsam werden Maßnahmen gegen die Ursachen des Klimawandels durchgeführt. Daher hat die Bayerische Staatsregierung gemeinsam mit dem Bund Naturschutz 2004 die Bayerische Klima-Allianz ins Leben gerufen. Die Partner der Klima-Allianz verfolgen ehrgeizige Ziele, wie z.B.

  • Bewusstsein für das Thema Klimaschutz stärken
  • breit angelegte Informationen bereitstellen
  • Handlungsmöglichkeiten aufzeigen
  • Einbeziehung möglichst vieler gesellschaftlicher Gruppen
  • Durchführung gemeinsamer Aktionen im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes

Am 9. Oktober 2014 feierte die Bayerische Klima-Allianz im Rahmen eines Staatsempfangs ihr 10-jähriges Jubiläum. Die Bayerische Staatsregierung und die Partner der Klima-Allianz präsentierten dabei die Charta der Bayerischen Klima-Allianz zum Klimaschutz unter dem Motto: „Nur gemeinsam können wir den Herausforderungen des Klimawandels erfolgreich begegnen“. Mittlerweile hat die Bayerische Klima-Allianz über 40  Mitglieder.

Umweltforschungsstation Schneefernerhaus

Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus ist auf 2650 m Deutschlands höchst gelegene Forschungsstation knapp 300 m unterhalb des Zugspitzgipfels.

Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus ist ein weltweit einzigartige Plattform für die kontinuierliche Beobachtung physikalischer und chemischer Eigenschaften der Atmosphäre sowie für die Analyse wetter- und klimawirksamer Prozesse als Grundlage für die Erforschung und Dokumentation des Klimawandels.

Wesentlicher Schritt in die Zukunft ist die Fortentwicklung zum "Virtuellen Alpenobservatorium (VAO)". Hierzu wird die Zusammenarbeit mit verschiedenen alpinen Observatorien zu einem Forschungsnetzwerk ausgebaut und die notwendige Infrastruktur und ein Datenanalysezentrum geschaffen (VAO I). Bereits abgeschlossen ist die zweite Phase des VAO (VAO II) mit einem Forschungsverbund zur Untersuchung wichtiger thematischer Aspekte des Einflusses von Klimawandel auf das Alpensystem. In Zukunft soll die internationale Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen alpiner und andere Gebirgsregionen intensiviert werden. Die UFS hat bereits Vereinbarungen zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Einrichtungen in Italien, Norwegen, Österreich, der Schweiz und Slowenien geschlossen, die Vereinbarung mit Frankreich steht kurz vor dem Abschluss. Wichtiges Instrument zur verstärkten Kooperation wird das AlpEnDAC (Alpine Environmental Data Analysis Center) sein, in dem die Dateninfrastrukturen der an VAO beteiligten Institutionen zusammengeführt werden sollen.

Hochwasserschutz - Aktionsprogramm 2020plus

Angesichts der zu erwartenden klimatischen Veränderungen und der dadurch bedingten Häufung von Hochwasserereignissen soll mit dem Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020plus das Hochwasserrisiko in ganz Bayern weiter reduziert werden.

Im Juni 2013 waren weite Teile Bayerns nach langanhaltendem Regen von einem schweren Hochwasser betroffen. Dabei sind großes menschliches Leid und sachliche Schäden entstanden, allein in Bayern entstand ein materieller Schaden von rund 1,3 Mrd. Euro. Nach den Fluten im März 1988, an Pfingsten 1999, im August 2002 und im August 2005, stellt das Junihochwasser 2013 bereits das fünfte große Katastrophenereignis in einem verhältnismäßig kurzen Zeitraum dar.

Die bayerische Staatsregierung hat am 17.06.2013 beschlossen die Anstrengungen im Hochwasserschutz weiter zu forcieren und zu intensivieren, um den Schutz der bayerischen Bevölkerung vor den Naturgewalten zu verbessern. Das AP 2020plus zielt darauf ab, durch verschiedene Maßnahmen aus den vier Bereichen "Nachsorge", "Vermeidung", "Schutz" und "Vorsorge" für zukünftige Hochwasserereignisse, einen verbesserten Hochwasserschutz und eine Senkung des Schadenpotenzials zu erreichen.


Zukunftsfähige Energie


Internetportal Energie-Atlas Bayern

Der Energie-Atlas Bayern ist das zentrale Internet-Portal der Bayerischen Staatsregierung zum Energiesparen, zur Energieeffizienz und zu erneuerbaren Energien.
Der Energie-Atlas richtet sich an Bürger, Kommunen und Unternehmen. Er bietet unter anderem:

  • Standortsuche für Anlagen,
  • Planungshilfe für Kommunen,
  • Energiesparpotenziale im Alltag, Tipps zur energetischen Gebäudesanierung
  • Antragsplattform für Fördermittel aus dem „10.000-Häuser-Programm“,
  • Auffinden guter Praxisbeispiele und geeigneter Ansprechpartner, Vernetzung von Kommunen mit gleichen Projekten,
  • Vernetzung von Kommunen mit gleichen Projekten,
  • Informationen zum Aufbau eines Energiemanagements in Kommunen oder Unternehmen,
  • Informationen und Daten zu Stand und Aufbau eines Energiemanagements in Kommunen oder Unternehmen,
  • Daten zum Stand der Energiewende vor Ort.

Das Besondere am Energie-Atlas Bayern sind die Karten, die eng mit dem erläuternden Thementeil verzahnt sind sowie die interaktiven Möglichketen, die der Kartenteil bietet. Unter anderem:

  • mit dem Mischpult „Energiemix Bayern vor Ort“ können eigene Strommix-Szenarien für Gemeinden und Landkreise erprobt und entwickelt werden,
  • anhand der 3D-Analyse von Windenergieanlagen lässt sich die Wirkung von Windrädern im Landschaftsbild virtuell simulieren,
  • über die Solarflächenbörse kann jeder Dächer und Freiflächen für die PV-Nutzung melden bzw. suchen,
  • die Abwärmebörse bringt Unternehmen zusammen, die Abwärme suchen bzw. anbieten,

Kampagne zum Energie-3-Sprung

Kampagne zum Energiesparen und zur Energieeffizienz

Wie können Bürgerinnen und Bürger ihren Energiebedarf senken? Die Kampagne stellt zahlreiche Möglichkeiten dazu vor, die von einfachen Maßnahmen bis hin zu größeren Investitionen reichen. Die Vermittlung der Tipps erfolgt über persönliche Gespräche und eine Ausstellung zur Energiewende bei Veranstaltungen und Messen, Faltblätter, Einkaufshilfen, Broschüren, Jahreskalender und vieles mehr. Die Verbreitung des Wissens erfolgt über zahlreiche Kooperationspartner, wie z. B. Bildungseinrichtungen.

Verbraucherportal VIS Bayern: Rubrik Energie

Die Themenseite VIS-Energie informiert alle Endverbraucher rund um die Themen

  • Strom,
  • Gas,
  • Heizung,
  • erneuerbare Energien,
  • Bau
  • und Modernisierung.

    Das VIS Bayern - Energie bietet Wissenswertes und Aktuelles zu allen verbraucherrelevanten Energiethemen, z.B. Energiesparen und Energieeffizienz, Strom- und Gasrechnungen sowie Anbieterwechsel, Heizen, Dämmen und energetische Sanierung, finanzielle Anreize und Fördermöglichkeiten, Energiekennzeichnung und Siegel. Umfassende, objektive Informationen werden ergänzt durch im Alltag umsetzbare Praxistipps. Der VerbraucherService Bayern und die Verbraucherzentrale Bayern sind Redaktionspartner und bieten aktuelle Fachexpertise.

  • VIS Bayern

Abwärmebörse und -rechner

Der Abwärmerechner ermöglicht Unternehmen, die im Betrieb vorhandenen Abwärmepotenziale abzuschätzen. Die in Unternehmen ermittelten Potenziale können im Energie-Atlas Bayern in der Abwärmebörse mit Regionalbezug angeboten werden. Dadurch kann diese "Energiequelle" noch besser erschlossen werden.

Abwärme fällt bei Produktionsprozessen oder beim Betrieb von Gebäuden und Nebenlagen an. Wird diese genutzt, lässt sich teuere Energie sparen. Wie die Abwärme genutzt werden kann, hängt im Wesentlichen von der Wärmemenge, dem Temperaturniveau sowie der zeitlichen Verfügbarkeit und der Übereinstimmung von Wärmeangebot und -nachfrage ab. Die Abwärmequellen reichen von Raumlufttechnischen Anlagen über Elektromotorsysteme bis hin zu Prozessanlagen (Kessel, Öfen, Trockner). Durch Eingabe von einigen spezifischen Daten berechnet der Abwärmerechner die im Betrieb vorhandenen Abwärmepotenziale. Daraus kann abgeschätzt werden, ob eine Nutzung der Abwärme wirtschaftlich ist.

Die ermittelten Potenziale können ggf. über die Abwärmebörse im Energie-Atlas Bayern dargestellt und von einem potentiellen Abnehmer genutzt werden. Neben der Anzeige von Quellen und Senken können im Energie-Atlas Bayern auch gute Praxisbeispiele zur Orientierung für die Umsetzung aufgerufen werden. In der Weiterentwicklung sollen auch vorhandene Fernwärmenetze angezeigt werden, um die Projektrealisierung zu unterstützen.

Gebäude und Energie

Im Austausch und in Zusammenarbeit mit allen anderen am Baugeschehen Beteiligten widmet sich die Oberste Baubehörde intensiv den Anforderungen des energieeffizienten und nachhaltigen Bauens. Für die Erreichung der energetischen Ziele im Gebäudebereich ist es entscheidend, dass das erforderliche Wissen und Knowhow allgemein zugänglich gemacht werden. Gute Beispiele können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.

Contracting Initiative Bayern – CIB

Seit 2011 stellt der Freistaat Bayern ein umfangreiches Instrumentarium zur Ausschreibung und Vergabe von Energiespar- und Energieliefer-Contracting Maßnahmen bereit. Es wurden bereits bei mehr als 100 staatlichen Gebäuden Contracting-Verträge abgeschlossen. Die erzielte Energieeinsparung beträgt im Durchschnitt 30%.

Pilotprojekt „DSM Bayern“

Ziel des Projekts ist die Unterstützung von Unternehmen bei der Flexibilisierung ihrer Stromnachfrage. In einem Stromversorgungssystem mit immer höheren Anteilen schwankender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien steigt der Bedarf an Flexibilisierung. Beim Demand Side Management (DSM) geht es um die Flexibilisierung der Stromnachfrage – der flexiblen Ausrichtung der Stromnachfrage am fluktuierenden Stromangebot.

Im Pilotprojekt wurden bayerische Unternehmen unterschiedlicher Branchen bei der Identifizierung ihrer DSM-Potenziale unterstützt und bei der Vermarktung ihres flexiblen Verbrauchs begleitet. Zudem wurde eine Roadmap DSM mit den Erkenntnissen aus dem Projekt und Handlungs-empfehlungen erstellt.

Wettbewerb „Energie Start-up Bayern“

Ziel der Maßnahme ist die Förderung innovativer Start-ups aus dem Energiebereich. Innovative Geschäftsideen sind ein bedeutender Faktor für eine nachhaltige Energieversorgung. Beim Wettbewerb „Energie Start-up Bayern“ können sich bayerische Start-ups in Pitching-Events miteinander messen und nebst wertvollen Kontakten den Titel sowie ein Preisgeld gewinnen. Der Wettbewerb fand zum ersten Mal 2016 statt und wird im 2-Jahres-Rhythmus fortgeführt.

10.000-Häuser-Programm

Ziel des Programms ist die Unterstützung von Bauherren beim Neubau oder einer Sanierung. Gefördert wird durch das bayerische 10.000-Häuser-Programm die Kombination von Energieeffizienz mit innovativen Heiz-/Speichersystemen. Die Gebäude sollen besonders sparsam und effizient sein und sich z.B. mit intelligentem Energiemanagement und Speichern an die unterschiedliche Verfügbarkeit von Strom aus Sonne und Wind anpassen können.

Dadurch wird das Energiesystem der Zukunft unterstützt. Zielgruppe sind Ein- und Zwei-Familien-Häuser. Das Programm will Anreize geben, dass besonders innovative Techniken weiterentwickelt werden und verstärkt zum Einsatz kommen. Es ist eng mit den Programmen von KFW und BAFA abgestimmt.

Projekt Windheizung 2.0

Das Projekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Gebäude künftig im Sinn der Sektorkopplung system- und stromnetzverträglich auf der Basis von Strom aus erneuerbaren Energien beheizt werden können. Die Stromversorgung im Winter wird künftig v.a. durch die alle ca. 1-2 Wochen auftretenden Windspitzen geprägt sein.

Im Projekt werden Hauskonzepte und Speichersysteme entwickelt, mit denen man in kurzer Zeit sehr viel Windstrom (bei großem Angebot) abnehmen kann, in Engpasszeiten aber auch 1-2 Wochen auf Strombezug verzichten kann („funktionale Stromspeicherung“). Zum anderen werden Konzepte und Geschäftsmodelle entwickelt, die eine Hilfestellung bei der Weiterentwicklung des Stromumlagesystems geben können.

Energiecoaching_Plus

Mit dem Energiecoaching_Plus sollen kleine und mittelgroße Gemeinden bei der Umsetzung der Energiewende mit projektbezogener Beratung durch einen von den Bezirksregierungen beauftragten Energiecoach (Energiefachmann) unterstützt werden.

Neben der weiterhin möglichen Initialberatung können auch schwerpunktbezogene Aktivitäten, z.B. Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Energie, Beratung bei der energetischen Sanierung und Optimierung kommunaler Liegenschaften, Einführung eines kommunalen Energiemanagements und Schulung von Gebäudeverantwortlichen unterstützt werden. Ansprechpartner sind die Bezirksregierungen.


Natürliche Ressourcen


Kooperativer Naturschutz in Bayern - Vertragsnaturschutzprogramm

Bayerisches Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) einschließlich des Erschwernisausgleichs (EA): Mit dem Programm wird der Erhalt und die Verbesserung extensiv genutzter, ökologisch wertvoller Lebensräume z. B. von Wiesenbrüterlebensräumen, Mager- und Trockenrasenflächen, Streuwiesen oder Streuobstbeständen gefördert. Hinzu kommt das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm Wald mit Fördermaßnahmen für den Erhalt naturschutzfachlich wertvoller Waldlebensräume und -arten.

Ressourceneffizienz- Zentrum Bayern (REZ)

Das Ressourceneffizienz-Zentrum Bayern (REZ) ist ein Projekt des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz und wird durch das Bayerische Landesamt für Umwelt in Zusammenarbeit mit den bayerischen Industrie- und Handelskammern umgesetzt.

Das Angebot des REZ richtet sich an alle bayerischen Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes. Das Zentrum agiert bayernweit und ist mit den Standorten Augsburg, München und Nürnberg an den Schwerpunkten des produzierenden Gewerbes vertreten.

Projektverbund "ForCycle – Rohstoffwende Bayern"

Bayerns Ziel ist eine nachhaltige Versorgung mit Rohstoffen.

Der weltweite Verbrauch an Rohstoffen steigerte sich auf mittlerweile über 60 Mrd. Tonnen im Jahr - diese Ausbeutung können wir uns nicht mehr leisten. Deswegen leitet Bayern die Rohstoffwende ein und baut die Kreislaufwirtschaft mit Nachdruck aus. Wir müssen:

  • Rohstoffe und Material effizienter verwenden
  • knappe Rohstoffe ersetzen durch besser verfügbare
  • Wiederverwendung forcieren - Primär- durch Sekundärrohstoffe ersetzen.

Gebäude, Autos, Handys - all diese Produkte enthalten wertvolle Rohstoffe. Wir wollen dieses Rohstofflager nutzen. Dazu neuer Forschungs-verbund ForCycle, der auf einer Rohstoff-betrachtung beruht, die den gesamten Wertschöpfungsprozess eines Rohstoffs und seiner Funktionen in den Blick nimmt: ForCYCLE betrachtet vor Allem Metalle (Bunt-, Leicht- und Elektronikmetalle), Polymere und Komposite sowie Baustoffe.

Durch moderne Umwelt-technologien können gerade Sekundärrohstoffe künftig eine zentrale Rolle spielen. Die Gewinnung von Rohstoffen aus Abfall schont den Verbrauch an natürlichen Rohstoffen (Kupfer, Phosphor). Bayern wird eine Ressourcenstrategie beschleunigen, die insb. den effizienten Einsatz von Material und die Wiederverwendung von Rohstoffen weiter ausbaut.

Bündnis zum Flächensparen

Reduzierung des Flächenverrbauchs in Bayern.

Weiterführung des "Bündnisses zum Flächensparen" als Netzwerk für gemeinsame Aktivitäten und Bewusstseinsbildung:

  • Start einer Informationsoffensive zur Bewusstseinsbildung insbesondere für kommunale Entscheidungsträger
  • Kostenlose Bereitstellung des EDV-Programms "Folgekostenschätzer" inklusive Begleitbroschüre
  • Modellprojekt "Revitalisierung von Einfamilienhausgebieten" inklusive Ergebnisbroschüre
  • Durchführung des Flächenspar-Forums im Oktober 2015 in Bad Reichenhall

Wertach vital

Wertach Vital“ steigert die Artenvielfalt und leiste dabei auch einen Beitrag für den Hochwasserschutz von Augsburg.

Bis vor gut 150 Jahren floss die Wertach durch ausgedehnte Kiesbänke und verlagerte stetig ihr Flussbett. Bei jedem Hochwasser uferte sie weitflächig aus. Zum Schutz vor Hochwasser und zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Nutzflächen zwängte man die Wertach in ein gerades, befestigtes Flussbett.

Die Fließgeschwindigkeit hat sich erhöhte, der Fluss gewann an Schleppkraft und die Wertach grub sich in die Tiefe. Brücken und Staustufen waren gefährdet, das Grundwasser sank, Gewässer und Feuchtflächen fielen trocken. Mit dem Projekt „Wertach Vital“ wollen der Freistaat Bayern und die Stadt Augsburg die Wertach wieder in einen naturnahen Gleichgewichtszustand bringen: Vorbild ist die ursprüngliche Wertach.

„Wertach Vital“ steigert die Artenvielfalt und leiste dabei auch einen Beitrag für den Hochwasserschutz von Augsburg. Wertach Vital ist von Beginn an in „Offener Planung“ konzipiert worden, d.h. die Bürger wurden aktiv in die Planungen mit einbezogen. Der erste Realisierungsabschnitt (Inningen - Göggingen) ist bereits abgeschlossen.

Aktion Grundwasserschutz - Trinkwasser für Bayern

Wie kann Jeder dazu beitragen, dass unsere Versorgung mit sauberem Trinkwasser in ausreichender Menge auch in Zukunft gewährleistet ist?

Die Aktion Grundwasserschutz bestreitet in verschiedenen Handlungsfeldern neue Wege für einen integrierten Grundwasserschutz zur Sicherung der Trinkwasserqualität. Es werden wegweisende Konzepte in den Bereichen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung und grundwasserverträgliche Landbewirtschaftung entwickelt.

So auch das erfolgreiche Konzept der Wasserschule®, das ausgehend von Unterfranken wegen der großen Nachfrage auf ganz Bayern ausgedehnt wurde. Ein Schwerpunkt ist die Bewusstseinsbildung, durch z.B. Broschüren, wiederkehrende Veranstaltungen und Wasserforen, Ausstellungen, Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten.

Darüber hinaus wird in Modellprojekten die Umsetzung einer grundwasserverträglichen Landwirtschaft erprobt, mit Hilfe von Partnerschaften zwischen Landwirten und Wasserversorgern, werden Beratungen vor Ort zu grundwasserverträglichen Anbauweisen gegeben.

Die Aktion spricht jeden Bürger sowie Bildungsorganisationen und Institutionen als Multiplikatoren an. Unternehmen, die an einem fachlichen Austausch und der nachhaltigen und die Wasserressourcen schonenden Produktion bzw. an der Verarbeitung entsprechender Rohstoffe Interesse haben, sind ebenfalls willkommen. Koordinierende Stelle ist das Bayerische Landsamt für Umwelt. Für die Übertragung der Aktion auf ganz Bayern sind für die Jahre 2014 bis 2018 Haushaltsmittel in Höhe von rd. 900.000 Euro eingeplant.

Bioökonomie - nachhaltiges Wirtschaften auf Basis nachwachsender Ressourcen

Biobasierte Produkte sind die Antwort auf immer knapper werdende fossile, mineralische oder metallische Rohstoffe. Verpackungen aus Stroh, Autoreifen aus Löwenzahn, Naturfaser verstärkte Kunststoffe in der Automobilindustrie - das sind einige von vielen Beispielen für neue Produkte der Bioökonomie. Was bedeutet die Bioökonomie für den Ernährungssektor? Und wie ist die Akzeptanz der Verbraucher für die neuen, biobasierten Produkte aus Nachwachsenden Rohstoffen? Diesen Fragen nimmt sich seit 2015 der Sachverständigenrat Bioökonomie an, der von Staatsminister Helmut Brunner beauftragt wurde, eine bayerische Strategie zu entwickeln, die die Besonderheiten der rohstoffreichen und nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft hierzulande einbezieht.

Eine zentrale Rolle nimmt dabei auch der Verbraucher ein. Seine alltäglichen Kaufentscheidungen beeinflussen die Entwicklung der Bioökonomie.

Dies erfordert ein breites Wissens- und Informationsangebot und einen kontinuierlichen Dialog mit allen Marktteilnehmern und Interessensvertretern. Die Bioökonomie betrachtet daher nicht nur ökonomische und ökologische Ansätze, sondern hat die klare Zielsetzung, mit den angestrebten Lösungen auch langfristig gesellschaftliche Herausforderungen zu meistern.

Bayerisches Kulturlandschaftsprogramm (KULAP)

Mit dem KULAP gewährt Bayern den Landwirten Ausgleichszahlungen für freiwillige, umweltschonende Bewirtschaftungsmaßnahmen.

Für das KULAP stehen jährlich rund 200 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Derzeit nimmt jeder zweite Landwirt freiwillig am KULAP teil, rund jeder dritte Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche unterliegt einer KULAP-Verpflichtung. Bayern setzt mit dem KULAP die Devise "Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht" konsequent um, indem Landwirte auf freiwilliger Basis zur Umsetzung besonders umweltschonender Bewirtschaftungsmaßnahmen motiviert werden.

Initiative boden:ständig

Erosion vermeiden – Bäche verbessern. Unter diesem Motto engagieren sich innovative Landwirte und Gemeinden in konkreten Umsetzungsprojekten für den Boden- und Gewässerschutz.

Ziel der Initiative boden:ständig ist es, Probleme und Lösungsmöglichkeiten bewusst zu machen, zum Handeln zu aktivieren und durch gelungene Umsetzungsbeispiele zum Mitmachen anzuregen. Zusammen mit Landwirten und Gemeinden werden im Dialog einzelne konkrete Umsetzungsprojekte auf den Weg gebracht.

Dabei engagieren sich die beteiligten Landwirte insbesondere im Bereich innovativer erosionsvermindernder Bewirtschaftungsmethoden und die Gemeinden vor allem bei der Verbesserung der Bäche und der Ufer. Gemeinsam aktiv sind Landwirte und Gemeinden, um die „kritischen Stellen“ in der Landschaft anzugehen und mit einem „Sicherheitsnetz“ aus Puffersystemen das Hochwasserrisiko und den Bodenabtrag zu verringern.

Biodiversitätsprogramm Bayern 2030

Das Programm "NaturVielfaltBayern - Biodiversitätsprogramm Bayern 2030" soll die Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie zusätzlich stärken.

Der Erhalt der biologischen Vielfalt und die entsprechenden Ökosystemleistungen (Bestäubung, Selbstreinigungkraft Gewässer, Bodenfruchtbarkeit etc.) sind eine der großen Zukunftsaufgaben. Mit dem Biodiversitätsprogramm sollen alle Ressorts für eine verstärkte Umsetzung der Ziele der Biodiversitätsstrategie gewonnen werden. Das Programm wurde am 29.07.2014 vom Ministerrat beschlossen.

Waldbesitzer-Portal

Eine nachhaltige naturnahe Waldbewirtschaftung erhält die unverzichtbaren Leistungen der Wälder für Mensch, Umwelt und Klima und sichert sie, gerade in Zeiten des Klimawandels, auch für die nachfolgenden Generationen. Um die bayerischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer dabei noch wirksamer zu informieren und zu unterstützen, hat die Bayerische Forstverwaltung mit dem Waldbesitzer-Portal ein spezielles Online-Angebot geschaffen.

Fachgerecht und aktuell bietet das Waldbesitzer-Portal Antworten auf zentrale Fragen rund um Waldbewirtschaftung und Waldeigentum. Die Fördermöglichkeiten für Waldbesitzer werden kompakt vorgestellt und die notwendigen Anträge und Hinweise stehen zum Herunterladen bereit. Mit dem praktischen Försterfinder können Waldbesitzer mit nur wenigen Klicks ihren zuständigen Beratungsförster finden und kontaktieren.

proHolz Bayern

Der klima- und umweltfreundliche Rohstoff Holz stellt in einer nachhaltigen „Green Economy“ eine Schlüsselressource für stoffliche, energetische und chemische Verwendungszwecke dar. Gleichzeitig trägt die nachhaltige Gewinnung von Holz in unseren Wäldern und dessen intelligente Verwendung zur wirtschaftlichen und sozialen Stabilisierung der ländlichen Räume bei. Auf Grund des voran schreitenden Klimawandels wird aber auch die Anpassung der Wälder an den Klimawandel immer dringlicher.

Auf Initiative von Forstminister Helmut Brunner haben sich daher die führenden Verbände der bayerischen Forst- und Holzwirtschaft zum Aktionsbündnis „proHolz Bayern“ zusammengeschlossen. Damit sollen Bauplaner, Architekten sowie Entscheider im öffentlichen und privaten Bauwesen über die Vorteile des Baustoffes Holz informiert und das positive Image des Rohstoffs Holz langfristig gesichert werden.

„proHolz Bayern“ unterstützt diese Handlungsfelder durch Öffentlichkeitsarbeit, vielfältige Ausstellungen, Veranstaltungen und Messeauftritten für Fachleute und Bürger in ganz Bayern; unter anderem mit der Aktion Waldschilder und einer Installation aus Holz als Werbung für konstruktiven Holzbau.

Projektverbund BayBiotech

Durch Unterstützung anwendungsorientierter, qualitativ hochwertiger Forschungsprojekte soll im Rahmen des Projektverbunds "Ressourcenschonende Biotechnologie in Bayern BayBiotech" ein bedeutsamer Beitrag zur Ressourcenschonung geleistet werden.

Als interdisziplinäre Querschnittstechnologie verfügen Anwendungen der Industriellen Biotechnologie (IBT) aufgrund der ihr zugrundeliegenden biologischen Mechanismen bzw. Prozesse über ein hohes nutzbringendes Potenzial für die Umwelt. Durch die Entwicklung neuartiger Verfahren und Produkte oder auch durch den Einsatz bekannter, bisher wenig oder für diesen Bereich nicht genutzter Rohstoffe oder Verfahrenswege liefert die IBT entscheidende Beiträge für die Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Ein Forschungsschwerpunkt des Verbunds beschäftigt sich mit der biotechnologischen Herstellung biologisch abbaubarer "Biokunstoffe". Dieser Themenbereich kann einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, biobasierten Polymerindustrie liefern und dazu beitragen, fossile Ressourcen zu schonen. Der zweite Themenschwerpunkt hat insbesondere die Ressourcenschonung zum Ziel.

Mithilfe biokatalytischer Verfahren ergibt sich z. B. bei der Herstellung chiraler Feinchemikalien ein deutliches Potential hinsichtlich ökonomischer und ökologischer Vorteile gegenüber klassisch-chemischen Prozessen. Essigsäurebakterien können als effiziente Ganzzellbiokatalysatoren eingesetzt werden und synthetische Biofilme bieten ebenfalls ein großes Potential für die Umwelt- und Verfahrenstechnik sowie für die chemische bis hin zur pharmazeutischen Industrie.

Wasserversorgungsbilanz

Trinkwasser ist als Lebensmittel Nummer 1 die Existenzgrundlage schlechthin. Um die Sicherheit der Bevölkerung mit Trinkwasser auch unter Berücksichtigung von Klimawandel und demographischer Entwicklung sicherzustellen, wurde für jeden Landkreis die Sicherheit der Wasserversorgung bewertet – aktuell und für das Jahr 2025.

Die Erhebung erfolgte für jeden Regierungsbezirk landkreisscharf für die einzelnen Wasserversorgungsunternehmen. Das Ergebnis dieser Erhebung, die sogenannten „Wasserversorgungsbilanz“ finden Sie auf den Internetseiten der Regierungsbezirke.

BioRegio 2020

Die Erzeugung von Bio-Produkten aus Bayern soll bis zum Jahr 2020 verdoppelt werden. Dies hat die Staatsregierung als politisches Ziel vorgegeben. Die Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln soll künftig stärker aus heimischer, regionaler Produktion gedeckt werden. Damit dieses Ziel erreicht wird, wurde 2012 das Landesprogramm "BioRegio Bayern 2020" ins Leben gerufen. Dieses Programm sieht Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Beratung, Förderung, Vermarktung und Forschung vor.

Bayerische Eiweißinitiative

Ziel der bayerischen Eiweißinitiative ist die nachhaltige Förderung des Grünlands und des Leguminosenanbaus in Bayern. Mit der Förderung des heimischen Leguminosenanbaus werden Fruchtfolgen aufgelockert, die Bodenstruktur verbessert und mineralischer Stickstoff eingespart. Durch den Einsatz heimischer Eiweißfuttermittel wird Import-Soja in der Nutztierfütterung ersetzt. Die bayerische EiweißInitiative umfasst Forschungs- und Beratungsprojekte, wobei großer Wert auf die Umsetzung in der Praxis gelegt wird.


Nachhaltige Mobilität


Förderprogramm zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum

Neue Wege für den ÖPNV im ländlichen Raum. Der demografische Wandel wirkt sich durch Änderungen in der Alters- und Bevölkerungsstruktur zunehmend auch auf den öffentlichen Personennahverkehr in ländlichen Räumen aus. Klassische Linienverkehre, die sich im ländlichen Raum vorwiegend aus der Schülerbeförderung finanzieren, können unter diesen Rahmenbedingungen vielerorts kaum noch wirtschaftlich betrieben werden. Ein Taktverkehr wie in den Städten ist in der Regel nicht finanzierbar und zudem ökologisch auch gar nicht sinnvoll. Um allen Bürgern attraktive Beförderungsmöglichkeiten z. B. zum Rathaus, zu Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten oder Apotheken bieten zu können, ist eine Verbesserung des Angebotes wünschenswert.

Durch die Ergänzung der bestehenden Systeme um bedarfsorientierte Bedienformen können auch der Bevölkerung im ländlichen Raum attraktive öffentliche Mobilitätsleistungen angeboten werden. Als Baustein des Aktionsplans Demografischer Wandel der Bayerischen Staatsregierung stellt das Verkehrsministerium seit 2012 zusätzlich jährlich über 2 Millionen Euro für die Einrichtung und Erprobung nachfrageorientierter Angebotsformen des öffentlichen Personennahverkehrs zur Verfügung. Der Freistaat bietet den kommunalen Aufgabenträgern des allgemeinen ÖPNV an, in einer mehrjährigen Anlaufphase bis zu 70 % des entstehenden Betriebskostendefizits für Rufbusse oder Anrufsammeltaxis zu übernehmen.

Schienenpersonennahverkehr

Bayern ist ein Bahnland! Nur durch die konsequente und nachhaltige Wettbewerbspolitik des Freistaats kann auch künftig das gute Angebot im Regional- und S-Bahn-Verkehr bedarfsgerecht weiterentwickelt werden.

Ohne öffentlichen Zuschuss wäre der bayerische Regional- und S-Bahn-Verkehr nicht wirtschaftlich zu betreiben. Deshalb finanziert der Freistaat gut die Hälfte der Kosten mit Steuergeldern – "Regionalisierungsmitteln", die die Länder vom Bund erhalten- derzeit über 1,1 Mrd. € pro Jahr. Damit ordert die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums Leistungen bei unterschiedlichen Bahnunternehmen. Grundphilosophie ist der Bayern-Takt mit optimalen Anschlüssen und einer dichten Vertaktung. In fast ganz Bayern – auch im ländlichen Raum – steht den Fahrgästen mindestens ein Stundentakt zur Verfügung. Die Erfolgsbilanz: Die S-Bahnen und Regionalzüge legen 124 Mio. Zugkilometer pro Jahr zurück.

Die BEG hat das Angebot seit 1996 um 50 % ausgeweitet. Die Anzahl der Fahrgäste im Regionalverkehr (inkl. S-Bahn Nürnberg) ist um mehr als 73 % gestiegen. Dass die BEG das Angebot und die Qualität stetig erweitert hat, ist keineswegs selbstverständlich. Nur durch die konsequente und nachhaltige Wettbewerbspolitik des Freistaats bieten Bahnunternehmen ihre Leistungen günstiger an. Trotz der knappen Finanzmittel soll der Bayern-Takt bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Bis 2023 will der Freistaat alle Regionalverkehre im Wettbewerb vergeben haben.

Der Freistaat Bayern setzt sich dafür ein, das Netz der Bahnhöfe und Haltepunkte in Bayern zu verdichten, um immer mehr Bürgern einen direkten Zugang zum Schienenpersonennahverkehr zu ermöglichen. Seit der Freistaat Bayern 1996 die Verantwortung für den SPNV übernommen hat, wurden bereits 60 neue Haltepunkte in Bayern eröffnet. Mit der Anfang 2015 vereinbarten „Stationsoffensive Bayern“ soll diese Entwicklung unter finanzieller Beteiligung des Freistaates Bayern fortgesetzt und beschleunigt werden.

Barrierefreier Ausbau von Bahnhöfen

Der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe in Bayern wird stetig fortgesetzt. Die Bahnhöfe in Bayern gehören der DB Station & Service AG. Sie ist daher für die Planung, Ausführung und grundsätzlich auch für die Finanzierung des barrierefreien Ausbaus zuständig.

Der Freistaat unterstützt die Deutsche Bahn bei der barrierefreien Gestaltung der Bahnhöfe in Bayern allein im Rahmen des Bayern-Pakets I in den Jahren 2013 bis 2018 mit 60 Millionen Euro. Im Rahmen des Folgeprogramms für die Jahre 2019 bis 2021 (Bayern-Paket II) wird die Förderung durch den Freistaat – vorbehaltlich verfügbarer Haushaltsmittel – sogar rund 100 Millionen Euro betragen. Beim Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes stellt der Freistaat eine Kofinanzierung in Höhe von 14 Millionen Euro sicher, damit 19 kleinere Stationen in der Nähe von Bedarfsschwerpunkten wie z. B. Senioren- oder Behinderteneinrichtungen barrierefrei zugänglich werden.

Um insbesondere bei solchen kleinen Stationen in der Fläche schneller voranzukommen, wird der Freistaat darüber hinaus eine pragmatische Lösung zur teilweisen Aufhöhung niedriger Bahnsteige an zwei Pilotstandorten erproben. All diese Projekte sind, wie auch z. B. der barrierefreie Ausbau des Augsburger und des Würzburger Hauptbahnhofs, Bestandteil des „Bayerischen Aktionsprogramms für barrierefreie Stationsinfrastruktur 2021 (BABSI 21)“. Im Rahmen von BABSI 21 wird bis 2021 an 115 zusätzlichen Stationen ein barrierefreier Zustieg möglich sein; für 90 weitere Stationen erfolgen entsprechende Planungen.

DEFAS BAYERN (Umfassende Informationen über den öffentlichen Verkehr in Bayern

Mit DEFAS BAYERN, der bayernweiten Datendrehscheibe für den gesamten öffentlichen Verkehr auf Basis von Echtzeitdaten, nimmt der Freistaat bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Zu einem leistungsfähigen Verkehrsangebot gehört eine qualitativ hochwertige Fahrgastinformation. Der Freistaat hat deshalb bereits vor Jahren entschieden, ein eigenes „durchgängiges elektronisches Fahrgastinformations- und Anschlusssicherungs-System“ (DEFAS BAYERN) aufzubauen.

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) betreibt im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums DEFAS BAYERN, die bayernweite Datendrehscheibe. Mit diesem System ermöglicht der Freistaat die kostenfreie verkehrsmittelübergreifende Nutzung aller relevanten Daten und Informationen in geeigneten Portalen. Dies umfasst auch Echtzeitdaten aus über 20 Systemen. Ziel ist eine flächendeckende Fahrgastinformation und Anschlusssicherung des öffentlichen Verkehrs auf Straße und Schiene.

Maßnahmenpaket zur schnellen Markteinführung von Elektromobilität

Zur Unterstützung des Markthochlaufs der Elektromobilität  unternehmen die Bundes- und die  Bayerische Staatsregierung eine Vielzahl von Aktivitäten.
Zu den derzeit wichtigsten Maßnahmen zählen:

  • Bundesprogramm Umweltbonus („Kaufprämie“) für Elektrofahrzeuge
  • Landes- und Bundesprogramm zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge
  • Bis 2020 befristete Steuerbefreiung für vom Arbeitgeber gewährte (geldwerte) Vorteile durch das Aufladen von privaten Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie 10jährige Kfz-Steuerbefreiung
  • Schaffung einer Kompetenzstelle für Elektromobilität bei Bayern innovativ als zentraler Ansprechpartner für Kommunen, Unternehmen und staatliche Stellen
  • Initiative zur staatlichen Beschaffung von Elektrofahrzeugen für die Fuhrparks des Bundes und des Landes.

Radverkehrsprogramm Bayern 2025

Bayern will den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr bis zum Jahr 2025 auf 20 Prozent steigern und Radlland Nr. 1 werden. Wir wollen das Fahrrad als selbstverständliches Verkehrsmittel im Alltag etablieren. Dafür spricht vieles: Bei kurzen und mittleren Entfernungen (bis 5 km bzw. 10 km) ist das Fahrrad das schnellste, effektivste und kostengünstigste Verkehrsmittel, dazu noch ist Radeln gesund und umweltschonend. Auch im Verbund mit öffentlichen Verkehrsmitteln, also beispielsweise in der Verbindung von Rad- und Zugverkehr, liegt großes Potential. Im Freizeitradverkehr wollen wir unsere Spitzenposition als beliebtestes Reiseland in Deutschland ausbauen und behaupten.


Sozialer Zusammenhalt


Bildung geht weiter

Bildung geht weiter - Ein ESF-Projekt der beruflichen Weiterbildung des Bildungszentrums der Stadt Nürnberg und des deutsch-türkischen Unternehmerverein TIAD e.V.

Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der Region für die Zukunft durch Qualifizierung. Bei der ESF-Maßnahme werden Mitarbeitende von Unternehmen bedarfsgerecht beruflich weiterqualifiziert. Zu den Themengebieten Marketing, Kommunikation, Organisation, Vertrieb, Controlling und Rechnungswesen werden im Zeitraum Mai 2014 bis einschließlich April 2015 einzelne Veranstaltungen geplant und durchgeführt, die von den Teilnehmern nach ihren individuellen Bedarfen modular belegt und besucht werden können.

Das Projekt umfasst ein Finanzvolumen von 90.700 Euro. Es wird mit rund 40.800 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und 4.500 Euro aus Haushaltsmitteln finanziert. Ansprechpartner beim Bildungszentrum der Stadt Nürnberg ist Frau Andrea Lüftner; Ansprechpartner beim StMAS ist Frau Linda Reiher.

Initiative "Ältere und Arbeitswelt"

Warum erhalten ältere Personen im Erwerbsleben oftmals nicht mehr die Chancen, die den Jüngeren geboten werden? Warum ist es sinnvoll, junge und ältere Mitarbeiter unmittelbar zusammenarbeiten zu lassen? Diese und auch weitere Fragen wollen wir mit der Initiative "Ältere und Arbeitswelt" klären und für die Thematik älterer Beschäftigter im Erwerbsleben sensibilisieren.
Ende März 2011 hat das Bayerische Arbeitsministerium mit den Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften und der Regionaldirektion Bayern die Initiative „Ältere und Arbeitswelt“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Erwerbstätigkeit noch stärker in Einklang mit den Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft zu bringen. Die Partner haben sich auf eine gemeinsame Herangehensweise sowie auf drei Handlungsschwerpunkte verständigt:

  • Weiterbildung / Lebenslanges Lernen
  • Gesundheitsmanagement/Beschäftigungsfähigkeit
  • Demografieorientierte Arbeitsorganisation.

Ein erstes Maßnahmenkonzept wurde am 7. Mai 2012 im StMAS von allen Partnern vorgestellt und unterschrieben. Im jährlichen Turnus findet nun eine Veranstaltung bei einem der Partner zu einem speziellen Thema statt. Betriebe und Beschäftigte sollen auf diese Weise für die Themen einer älter werdenden Arbeitnehmerschaft sensibilisiert werden. Die Themen der letzten Jahresveranstaltungen können auf der Homepage des Bayerischen Arbeitsministeriums nachgelesen werden (siehe Link).
Die Beispielsammlung zur Initiative zeigt auf, mit welchen Maßnahmen die Zielsetzungen der Initiative geeignet verfolgt und letztendlich auch erfolgreich umgesetzt werden können.

Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit - AJS

Mit dem Regelförderprogramm „Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit – AJS“ unterstützt der Freistaat bereits seit 1983 im Rahmen freiwilliger Leistungen die Kommunen als öffentliche Träger der Jugendhilfe bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben gem. §13 SGB VIII. Gefördert werden ganzheitliche Qualifizierungs- und Ausbildungsprojekte zur sozialen und beruflichen Eingliederung sozial benachteiligter und individuell beeinträchtigter junger Menschen.

Jugendsozialarbeit an Schulen - JaS

Der Freistaat unterstützt durch das Förderprogramm „Jugendsozialarbeit an Schulen – JaS“ seit 2003 im Rahmen freiwilliger Leistungen die Kommunen als öffentliche Träger der Jugendhilfe bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben nach § 13 SGB VIII. Mit der JaS erhalten sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche individuelle Hilfe, um sich in die Gesellschaft zu integrieren, in der Schule erfolgreich zu sein und den Übergang in die Arbeitswelt zu meistern. Durch den Einsatz von JaS-Fachkräften der Jugendhilfe an der Schule wird eine optimale Kooperation sichergestellt. JaS ist gewissermaßen die „Filiale“ des Jugendamts an der Schule.

Gesamtkonzept „Coaching von Familien zur Bekämpfung urbaner Arbeitslosigkeit (CURA)“

Langzeitarbeitslose benötigen eine besonders intensive und individuelle Unterstützung bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Da es oft nicht ausreicht, nur die Betroffenen selbst zu coachen, sondern auch ihr familiäres Umfeld betrachtet werden muss, hat das Bayerische Arbeitsministerium zusammen mit der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit das ganzheitliche Konzept „CURA – Coaching von Familien zur Bekämpfung urbaner Arbeitslosigkeit“ entwickelt.

Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren im Rahmen eines Sonderinvestitionsprogramms

Bayern hat so viel Landesmittel in den Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren investiert wie kein anderes Bundesland. Seit 2008 standen insgesamt rund 1,4 Mrd. Euro (Bundes- und Landesmittel) zur Verfügung. So sind rund 80.000 Plätze für U3-Kinder entstanden. Auch die für das laufende 4. Sonderinvestitionspro-gramm (2017-2020) zur Verfügung stehenden 178 Mio. Euro werden in voller Höhe an die Kommunen weitergegeben. Die Förderung kann – abhängig von der Finanzkraft der Kommunen – bis zu 90% der zuweisungsfähigen Kosten erreichen.

Projekte für Berufsrückkehrerinnen in arbeitsmarktlichen Schwerpunktregionen (AMF)

Projekte für Berufsrückkehrerinnen nach einer Familienzeit

Projekte zur beruflichen Wiedereingliederung von Frauen in den ersten Arbeitsmarkt in den arbeitsmarktlichen Schwerpunktregionen. Projektinhalte sind individuelle fachliche Qualifizierungsmodule, Bewerbungstraining, Assessmenttraining und Coaching unter Einbeziehung der regionalen Netzwerke und Akteure am Arbeitsmarkt. Zielgruppe sind Personen, die nach einer Familienzeit wieder in das Erwerbsleben zurückkehren möchten.

Insbesondere Frauen mit Kindern sollen bessere Möglichkeiten zur Vermeidung von Brüchen in ihren Erwerbsbiographien eröffnet werden. Die Projekte werden von verschiedenen Bildungsträgern durchgeführt. Über aktuelle Projekte und die jeweiligen Ansprechpartner informiert das StMAS auf folgender Website.

Bayerischer Integrationspreis

Mit dem "Bayerischen Integrationspreis" werden Initiativen besonders gelungener Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gewürdigt.

Der Bayerische Integrationspreis ist ein landesweiter Sonderpreis und zeichnet Initiativen gelungener Integration von Menschen mit Migrationshintergrund aus, die rechtmäßig und dauerhaft in Bayern leben. Mit dem Bayerischen Integrationspreis wird hervorgehoben, dass es in Bayern viele positive Beispiele gelungener Integration gibt: Er würdigt Vorbilder besonders gelungener Integration, die Menschen mit ausländischen Wurzeln als Leistungsträger zeigen. Der Integrationspreis soll Aktivitäten bekannt machen, andere zum Mitwirken anregen und vor allem gute Beispiele anerkennen und wertschätzen.

ESF-Programm "Aktivierung und Grundqualifizierung von Menschen mit Migrationshintergrund

Das ESF-Programm "Aktivierung und Grundqualifizierung für Langzeitarbeitslose und Arbeitslose mit Migrationshintergrund" (Förderaktion 9.3) fördert ab Januar 2018 Menschen mit aktuellem Fluchthintergrund bei der Verbesserung und/ oder der Erlangung der Beschäftigungsfähigkeit und der Integration in den Arbeitsmarkt.

Die Schwerpunkte der geförderten Maßnahmen liegen in der Kombination von beruflicher Qualifizierung und sozialpädagogischen Betreuungsmaßnahmen. Berufliche Qualifizierungen sollen die Beschäftigungsfähigkeit steigern. Die Betreuung soll eventuelle Vermittlungshemmnisse als Beschäftigungsrisiko abbauen und zur individuellen und persönlichen Stabilisierung beitragen.

Betreuungsmaßnahmen müssen an die Bedarfe der Teilnehmergruppe angepasst sein. Hinzu kommen individuelle Aktivierungsmaßnahmen. Ergänzend können berufsspezifische Sprachelemente in Einzelfällen gefördert werden Teilnehmende können sein: Erwerbsfähige, erwachsene Männer oder Frauen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und einen gesicherten Aufenthaltsstatus in Deutsch-land haben. Es muss sich weiter um Teilnehmende handeln, die langzeitarbeitslos und/ oder ALG-II Bezieherinnen und -Bezieher sind.

Förderung von Integrationslotsen in Landkreisen und kreisfreien Städten

Das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger ist von zentraler Bedeutung für eine gelingende Integration in Bayern. Daher fördert das Bayerische Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in Landkreisen und kreisfreien Städten Integrationslotsen. Sie arbeiten als Netzwerker und Koordinierer und schulen Ehrenamtliche im Bedarfsfall.

Bereits seit 2015 fördert der Freistaat Bayern in den Landkreisen und kreisfreien Städten hauptamtliche Koordinatorenstellen im Bereich Asyl und stellt seit Mitte des Jahres 2017 verlässliche hauptamtliche Ansprechpartner auf kommunaler Ebene in Form von Integrationslotsen zur Verfügung.

Bislang liefen beide Systeme getrennt: Ehrenamts-koordinatoren für Asylbewerber im laufenden Asylverfahren sowie Integrationslotsen für dauerhaft bleibeberechtigte Menschen mit Migrationshintergrund. Bei asylspezifischen Fragestellungen wandten sich die Ehrenamtlichen an den Ehrenamtskoordinator, bei integrationsspezifischen Anliegen konnte ein Integrationslotse zu Rate gezogen.

Um Landkreisen und kreis-freien Städten die Antragsstellung sowie ehren-amtlichen Helferinnen und Helfern (Integrationsbegleiterinnen und Integrations-begleitern) die tagtägliche Arbeit vor Ort zu erleichtern, werden im kommen-den Förderjahr die beiden Fördersysteme innerhalb der Beratungs- und Integrationsrichtlinie zusammengeführt. Als Folge dieser Zusammenführung werden die bisherigen Ehrenamtskoordinatoren im Bereich Asyl sowie die bisherigen Integrationslotsen ab dem 1. Januar 2018 in einem hauptamtlichen Integrationslotsen verschmolzen, welcher für beide Zielgruppen zuständig sein wird.

Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung von Frauen

Projekte für Frauen, die aufgrund ihrer modularen Lebensläufe bei der Integration in den Arbeitsmarkt und zur Verbesserung ihrer Chancen am Arbeitsmarkt besondere Unterstützung benötigen. Die Projekte werden in arbeitsmarktlichen Schwerpunktregionen angeboten. Projektinhalte sind individuelle fachliche Qualifizierungsmodule, Bewerbungstraining, Assessmenttraining und Coaching unter Einbeziehung der regionalen Netzwerke und Akteure am Arbeitsmarkt. Zielgruppe sind Personen, die nach einer Familienzeit wieder in das Erwerbsleben zurückkehren möchten. Insbesondere Frauen mit Kindern sollen bessere Möglichkeiten zur Vermeidung von Brüchen in ihren Erwerbsbiographien eröffnet werden. Die Projekte werden von verschiedenen Bildungsträgern durchgeführt. Über aktuelle Projekte und die jeweiligen Ansprechpartner informiert das StMAS auf folgender Website."


Bildung und Forschung


Ausbau eines flächendeckenden Netzes von Umweltstationen

Förderung außerschulischer Umweltbildung/BNE durch Projekte von staatlich anerkannten Umweltstationen und anderen Umweltbildungseinrichtungen für Menschen jeden Alters und aller gesellschaftlichen Gruppen in ganz Bayern.

Weiterführende Informationen im Internet:

Auszeichnung profilierter Akteure mit dem Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ zur Gewährleistung hochqualitativer Umweltbildungs-/BNE-Angebote

Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen. Bis 2030 sollen 1,2 Mio. Bürger pro Jahr durch Veranstaltungen der Qualitätssiegelträger „Umweltbildung.Bayern“ erreicht werden.
Zur Stärkung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und zur Sicherstellung hoher Qualitätsstandards in der außerschulischen Bildungsarbeit wurde 2006 das Qualitätssiegel "Umweltbildung Bayern“ eingeführt. Aktuell sind mehr als 140 Einrichtungen, Netzwerke und selbstständig Tätige mit dem Qualitätssiegel "Umweltbildung.Bayern" ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Partner führen jedes Jahr rund 33.000 Veranstaltungen durch und erreichen mehr als 830.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Die Qualitätssiegelträger haben die Möglichkeit, für ihre geplanten Projekte/Veranstaltungen eine Förderung zu beantragen. Die genannten Zahlen beziehen sich nicht nur auf die geförderten, sondern auf alle Veranstaltungen und erreichten Teilnehmer der ausgezeichneten Partner - gleich ob vom StMUV gefördert oder nicht.

„egal war gestern“: Richtung Nachhaltigkeit an beruflichen Schulen

Das Projekt unterstützt Schülerinnen und Schüler aus 12 bayernweit ausgewählte berufliche Schulen dabei, unter fachlicher Anleitung durch den Landesbund für Vogelschutz e.V. eigenständig ein Projekt aus dem Bereich Nachhaltigkeit zu realisieren. Damit werden die Weichen in Richtung einer nachhaltigen Zukunft gestellt. Ob Energieeinsparung, Müllvermeidung, Begrünung des Schulgeländes oder ein faires Miteinander: Die Inhalte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sind breit gefächert und bieten eine hohe Vielfalt an Möglichkeiten.

Aufgreifen komplexer nachhaltigkeitsrelevanter Themen in allen Bildungsbereichen

Komplexe Themen wie Klimawandel, zukunftsfähige Energie, Ressourceneffizienz, Artenverlust oder nachhaltige Mobilität und der verantwortungsvolle Umgang mit Medien sollen durchgängig in allen Bildungsbereichen aufgegriffen und Lösungsansätze auf allen Ebenen - lokal und global im Sinn des Eine-Welt-Gedankens - dargestellt werden.

Förderung von Umweltbildungs- und BNE-Projekten nichtstaatlicher Träger, Förderung von Maßnahmen zur Sicherung bayernweiter Strukturen der Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie Förderung der Errichtung und Pflege von Erlebnispfaden

Weiterführende Informationen im Internet:

Förderung des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in Bayern

Frauen und Männer zwischen 16 und 27 Jahren können ein Jahr lang freiwillig in einer Einrichtung des Natur- und Umweltschutzes oder der Umweltbildung arbeiten und lernen.

Förderung des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) in Bayern. Das freiwillige ökologische Jahr ist ein Angebot an junge Frauen und Männer zwischen 16 und 27 Jahren, die ein Jahr lang freiwillig in einer Einrichtung des Natur- und Umweltschutzes oder der Umweltbildung arbeiten und lernen wollen.

Weiterführende Informationen im Internet:

Informationskampagne "Studieren ohne Abitur - Das geht!" und "Studieren und Beruf - Das geht!"

Im Frühjahr 2013 hat das StMBW eine bayernweite Informationskampagne durchgeführt, um das Thema des lebenslangen Lernens an bayerischen Hochschulen bayernweit zu platzieren.

Das Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (StMBW) hat im Frühjahr 2013 eine bayernweite Print- und Hörfunk-Kampagne zu den beiden Themen „Studieren ohne Abitur – DAS GEHT und „Studieren und Beruf – DAS GEHT!“ durchgeführt. Ziel dieser Kampagne war insbesondere, die Möglichkeiten des Hochschulzugangs für beruflich Qualifizierte sowie des berufsbegleitenden Studiums flächendeckend bekannt zu machen.

Die Kampagne war so angelegt, dass die einzelnen Hochschulen regional ergänzende Informationsmaßnahmen (etwa Informationsveranstaltungen) durchführen konnten. Das StMBW hat für die Plakatierung von Groß- und City-Light-Flächen an allen Hochschulstandorten sowie für die Ausstrahlung von Radiospots in den Sendern Antenne Bayern, Bayern 3 und Bayern 5 insgesamt rd. 350.000 Euro investiert. Für die Durchführung von regionalen Maßnahmen an den Hochschulen hat das StMBW zusätzlich 112.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Umweltbildungsstätte Oberelsbach im bayerischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön

Den Lebensraum von Mensch und Natur hautnah erleben und begreifen – das ermöglicht die Umweltbildungsstätte Oberelsbach im UNSESCO Biosphärenreservat Rhön. Die zentrale Lage des Hauses im Dorf und seine visionäre Architektur schlagen die Brücke zur heimischen Bevölkerung. Das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist Modellregion für eine nachhaltige Entwicklung. Hier wird erprobt, wie Leben und Wirtschaften im Spannungsfeld von Ökologie, Ökonomie und Sozialem möglich ist.

Das Haus verfügt über 34 Doppelzimmer sowie zwei behindertengerechte Zimmer. Die Verpflegung erfolgt über die hauseigene Küche mit regionalen, saisonalen und vegetarischen Produkten, die mit drei Silberdisteln von der Dachmarke Rhön ausgezeichnet wurden.

Informations- und Umweltbildungszentrum "Haus der Berge" des Nationalparks Berchtesgaden

Das neue Informations- und Bildungszentrum "Haus der Berge" des Nationalparks Berchtesgaden in der Marktgemeinde Berchtesgaden wurde im Mai 2013 feierlich eröffnet.

Die staatliche Einrichtung des "Hauses der Berge" unter Federführung des StMUV wurde mit einem Kostenvolumen von 19 Mio. € realisiert. Die Dauerausstellung „Vertikale Wildnis“ bildet das Herz des Informationszentrums. Sie beantwortet Fragen rund um das Leben im Hochgebirge des Nationalparks Berchtesgaden. Kennenlernen, Erleben und Spüren stehen in dieser Ausstellung „für alle Sinne“ an erster Stelle. Das in einem eigenen Gebäudeteil untergebrachte Bildungszentrum bietet optimale Bedingungen für eine moderne Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Gruppen.

Fit for Work

Das Programm "Fit for Work" unterstützt die Betriebe bei der Suche nach Berufsnachwuchs und erhöht die Chancen von Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz. Nach der Schule in einem Betrieb eine Berufsausbildung beginnen - das ist nach wie vor der Wunsch vieler junger Menschen. Die Bayerische Staatsregierung fördert mit der Ausbildungsinitiative „Fit for Work“, die Teil der „Allianz für starke Berufsbildung in Bayern“ ist, die Berufsausbildung der bayerischen Jugendlichen einschließlich geflüchteten jungen Menschen. Mit den maßgeschneiderten Förder-programmen werden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), Landesmittel und Mittel aus dem bayerischen Arbeitsmarktfonds eingesetzt, um gezielt die Ausbildungschancen von benachteiligten Jugendlichen zu verbessern und den Fachkräftebedarf der Wirtschaft zu sichern. Das Programm wird zusammen mit dem Kultus- und Wirtschaftsministerium, der Bundesagentur für Arbeit und den Organisationen der bayerischen Wirtschaft durchgeführt.

Aus dem Programm „Fit for Work“ werden Betriebe direkt gefördert, denn wichtig für den gelingenden Übergang von der Schule in den Beruf ist die Bereitschaft der Betriebe, Jugendliche mit Problemen in ein Ausbildungsverhältnis zu übernehmen und zusätzliches (zeitliches und finanzielles) Engagement in deren Ausbildung zu investieren. Das Programm wird ergänzt zum einen durch Ausbildungsakquisiteure und Ausbildungsakquisiteure für Flüchtlinge, die u.a. gezielt Eltern und Jugendliche mit Migrationshintergrund ansprechen, um den Wert und die Chance beruflicher Ausbildung zu verdeutlichen, sowie die Betriebe beraten; zum anderen durch die Förderung von Einzelprojekten, die die Ausbildungschancen der Jugendlichen vor Ort verbessern.

Informationen zu den Betriebsförderungen erteilt das Zentrum Bayern Familie und Soziales, Hegel-straße 2, 95447 Bayreuth, E-Mail: esf@zbfs.bayern.de oder ffw-gefluechtete@zbfs.bayern.de. Ansprechpartner für Ausbildungsakquisiteure, E-Mail: Arbeitsmarkt-fonds@stmas.bayern.de

Bildungsinitiative "Bildungsregionen in Bayern"

"In der Region, aus der Region, für die Region" - unter diesem Motto haben wir gemeinsam mit dem Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration im Mai 2012 den Startschuss für die Initiative "Bildungsregionen in Bayern" gegeben. Kinder und Jugendliche sollen beste Entwicklungsmöglichkeiten erhalten - und zwar überall in Bayern.

In einer Bildungsregion arbeiten Schulen, Kommunen, Jugendhilfe, Arbeitsverwaltung, Wirtschaft und weitere außerschulische Organisationen zusammen, um die Qualität des Aufwachsens und die Bildungsqualität in ihrer Region zu verbessern. Eine Bildungsregion hat folgende fünf Säulen:

  1. Übergänge organisieren und begleiten
  2. Schulische und außerschulische Bildungsangebote und Bildungsträger vernetzen - Schulen in die Region öffnen
  3. Kein Talent darf verloren gehen - Jungen Menschen in besonderen Lebenslagen helfen
  4. Bürgergesellschaft stärken und entwickeln - Beitrag von Jugendhilfe einschließlich Jugendarbeit, Ganztagsangeboten und generationenübergreifendem Dialog
  5. Herausforderungen des demografischen Wandels annehmen.

Ausbau der Ausbildungskapazitäten (Ausbauprogramm der bayerischen Hochschulen)

Um die Hochschulen bei der Bewältigung der steigenden Studierendenzahlen zu unterstützen werden die Studienkapazitäten in ganz Bayern bedarfsgerecht ausgebaut.

Das Ausbauprogramm der bayerischen Hochschulen umfasst insbesondere die Schaffung von über 50.000 Studienplätzen. Hierfür werden den staatlichen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften mehr als 4.200 zusätzliche Stellen zur Verfügung gestellt. Das jährliche Finanzvolumen für das Ausbauprogramm beträgt aktuell rund 350 Millionen Euro. Die Bundesmittel aus dem Hochschulpakt fließen in die Finanzierung des bayerischen Ausbauprogramms mit ein.

Inklusion durch eine Vielfalt schulischer Angebote

Ausbau des Bayerischen Wegs der Inklusion mittels einer Vielfalt schulischer Angebote durch den Ausbau sonderpädagogischer Förderung, ergänzender Angebote im Bereich der Beratung und Lehrerbildung, etc.
Seit dem Schuljahr 2011/2012 werden jährlich 100 Stellen, das heißt zum Schuljahr 2017/18 insgesamt 700 Stellen, zusätzlich für das Thema Inklusion zur Verfügung gestellt. Das Bildungspaket der bayerischen Staatsregierung sieht ferner für 2019 und 2020 nochmals je 100 Stellen vor, sodass es nach diesen Planungen von 2011 bis 2020 insgesamt 1000 neue Stellen für Inklusion sein werden. Die Personalressourcen werden vor allem für die 2011 eingeführten Schulen mit dem Profil Inklusion, aber auch für die Unterstützung der Einzelinklusion und den Ausbau der Beratungsmöglichkeiten eingesetzt.
Das Profil Inklusion können sowohl allgemeine Schulen als auch Förderschulen entwickeln. Im Schuljahr 2017/18 gibt es in Bayern 298 Schulen mit dem Profil Inklusion.
Die umfangreichen Fortbildungsmaßnahmen im Bereich der Inklusion wurden ergänzt durch

  • eine zusätzliche, schulartübergreifende Fortbildungsmaßnahme für Lehrkräfte, die erst sehr kurz vor Schuljahresbeginn erfahren, dass sie eine Schülerin oder einen Schüler mit Behinderung in ihrer Klasse bekommen (Fortbildungsveranstaltung Anfang September als erste schnelle Unterstützung) sowie
  • durch einen Sequenzlehrgang für Schulpsychologinnen und Schulpsychologen an Realschulen und Gymnasien zum Thema 'Autismus und emotionaler bzw. sozialer Förderbedarf'.

Im Wintersemester 2016/17 hat für Berufsschullehrkräfte an der Ludwig-Maximilians-Universität München und an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg eine sonderpädagogische Zusatzqualifizierung in den Förderschwerpunkten 'Lernen' sowie 'emotionale und soziale Entwicklung' begonnen. Die Absolventen werden ab dem Schuljahr 2018/2019 an ihren beruflichen Schulen und Beruflichen Schulzentren sonderpädagogische Aufgaben übernehmen.
Auch Grundschul-, Realschul- und Gymnasiallehrkräfte an Förderschulen können seit dem Schuljahr 2016/17 eine sonderpädagogische Zweitqualifikation erwerben.  Damit stehen diese Lehrkräfte nach erfolgreicher Weiterbildung künftig als fachlich-sonderpädagogisch qualifizierte Kräfte für die Förderschulen (einschließlich des MSD) und zur Unterstützung der Inklusion zur Verfügung.
Im Bereich Beratung wurde ab dem Schuljahr 2013/14 ergänzend eine überörtliche, interdisziplinäre, neutrale und vor allem vernetzte Inklusionsberatung am Schulamt für den Bereich der Grund-, Mittel- und Förderschulen eingeführt, die nun flächendeckend 75 Standorten tätig ist.
Projekt Modellregion Inklusion
In der Modellregion Kempten kooperieren Schulen mit dem Profil Inklusion, Grundschulen, Mittelschulen und Sonderpädagogische Förderzentren.
Dieses Netzwerk der Kooperation ermöglicht den Aufbau von Kooperations-, Partner und Tandemklassen in der Stadt Kempten. Die Auswahl der Schüler in Kooperationsklassen findet ausschließlich über den Willen der Eltern statt.
An jeder Regelschule steht ein Sonderpädagoge als unmittelbarer Ansprechpartner zur Verfügung, wodurch ein niederschwelliges Angebot zum sonderpädagogischen Kompetenztransfer für den Regelschulbereich erreicht wird.
Zu diesen Kooperationsprojekten zählen neben der Beratungsstelle Inklusion und den Sonderpädagogischen Stütz- und Förderklassen auch FLEX-Klassen als ein zeitlich flexibles Förderangebot für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Mit der Modellregion Inklusion wird insbesondere folgendes Ziel verfolgt: Ausgestaltung der beteiligten Förderzentren zu sonderpädagogischen Kompetenzzentren.
Neben der Unterrichtung von Schülern, die am Förderzentrum aufgenommen bzw. an das Förderzentrum überwiesen werden, geht es um temporäre Unterrichtung und Förderung von Schülern anderer Schularten (Grundschulen, Mittelschulen), ohne dass für die Schüler ein Statuswechsel erfolgt (vergleichbar dem Unterricht für Kranke). Darüber hinaus wird Unterstützung von Unterricht und Förderung an anderen Schularten durch den Mobilen Sonderpädagogischen Dienste (MSD) geleistet, durch Sonderschullehrerstunden an Grund- und Mittelschulen mit Profil Inklusion. Dabei stehen auch insbesondere Diagnostik, Beratung und Fortbildung, sowie Verbesserung der Voraussetzungen für inklusiven Unterricht an allgemeinen Schulen und inklusive Schulentwicklung im Fokus. Die regionale inklusive Schulentwicklung ist eine Fortführung des systematischen Aufbaus von Schulen mit dem Profil Inklusion.
An dem Projekt Modellregion Inklusion sind (derzeit) folgende Institutionen beteiligt:

  • Freistaat Bayern, Kultusministerium (Federführung),
  • Regierung von Schwaben,
  • Staatliches Schulamt in der Stadt Kempten,
  • Stadt Kempten,
  • Förderzentren,
  • Grundschulen und Mittelschulen in der Stadt Kempten,
  • Wissenschaft,
  • Universität München – Universität Augsburg,
  • ISB.

HEROES - Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre

HEROES richtet sich an junge Männer mit Migrationshintergrund, die sich in einem Zwiespalt befinden, hin- und hergerissen zwischen den Kulturen, Traditionen und Vorstellungen zweier Länder. Es richtet sich an junge Männer, die den Mut haben, überholte und unterdrückerische, autoritäre Denkweisen abzulegen und sich ihre eigene Meinung zu bilden.

Zielgruppe sind junge Männer mit Migrationshintergrund bis 21 Jahre. Im Fokus steht dabei die Problematisierung der Männerrolle im Kontext der Ehrenunterdrückung von Mädchen und Frauen. Ziel ist es, Jungen und jungen Männern die Möglichkeit zu geben, sich von diesen Machtstrukturen zu distanzieren. Im Laufe des Trainings erlangen sie die Fähigkeit, die Grenzen, welche die tradierten Rollenmuster auch für sie setzen, zu überwinden.

Es geht darum, die jungen Männer mit kreativen und pädagogischen Methoden zu motivieren und Stellung zu beziehen: gegen die Unterdrückung im Namen der Ehre und für das Recht der Mädchen/Frauen auf Menschenrechte und Gleichberechtigung. Im Sinne einer Anerkennungskultur erfolgt die Diplomübergabe an die jungen Trainer ('heroes') in einem feierlichen, öffentlichen Rahmen.

Berufsorientierung an der Mittelschule

Neben der Vermittlung von Wissen und Können und dem Sozialen Lernen, stellt die strukturierte Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler der Mittelschulen ein Alleinstellungsmerkmal im bayerischen Schulsystem dar. Damit wird sichergestellt, dass die Mittelschule nachhaltig mit einem eigenen Profil als Schule nahe am Beruf im gegliederten Schulsystem gestärkt wird und die Schülerinnen und Schüler bestmöglich gefördert werden.

Durch ein hohes Maß an praktischen Erfahrungen werden die Schülerinnen und Schüler gemäß ihren Anlagen und Talenten gefördert. Die Mittelschule eröffnet die Möglichkeit, durch gesteigerten Praxisbezug und vertiefte Berufsorientierung die individuelle Berufswahlreife voranzutreiben und somit die Wünsche und Vorstellungen für den passenden Ausbildungsberuf bereits in der Schulzeit zu präzisieren.
Zahlreiche Maßnahmen sind zu einem Netzwerk Berufsorientierung verknüpft, das bereits ab Jahrgangsstufe 5 in schülergemäßer und altersstufengerechter Art und Weise die Schülerinnen und Schüler in der eigenen Berufsorientierung begleitet und stärkt. Eine hochwertige, vertiefte Berufsorientierung an bayerischen Mittelschulen wird durch eine Reihe von Qualitätsmerkmalen gewährleistet.
Das Berufsorientierungskonzept jeder Mittelschule wird – im Rahmen der vorgegebenen Qualitätsstandards - von den Verantwortlichen vor Ort entsprechend den vorliegenden Gegebenheiten individuell entwickelt. Die schulischen Maßnahmen werden durch zusätzliche, individuelle Angebote externer Partner ergänzt.

Die Umsetzung der Berufsorientierung als Kernelement der bayerischen Mittelschule wird durch die Staatlichen Schulämter, Bezirksregierungen und das Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst koordiniert.

LehrplanPLUS

LehrplanPLUS: innovatives Lehrplanprojekt, eigenständiges didaktisches Konzept Bayerns: Kombination von Kompetenzen und Inhalten; Konkretisierung der Bildungs-Standards durch Musteraufgaben; Harmonisierung der Schnittstellen zwischen den Schularten und Erleichterung der Übergänge.

Kompetenzorientierung: Die Lehrpläne werden deutlicher als bisher kompetenzorientiert ausgerichtet. Ergebnisorientierung: Nicht, was „durchgenommen“ werden soll, sondern welches Wissen und Können, welche Kompetenzen zu erwerben sind, steht im Mittelpunkt. Kompetenzorientierte Aufgaben: Aufgabenbeispiele haben ein hohes Erklärungs- und Veranschaulichungspotenzial. Es soll systematisch dafür genutzt werden, die notwendigerweise abstrakten Beschreibungen im Lehrplan zu ergänzen und zu konkretisieren. Online-optimierte Verfügbarkeit des Lehrplans: Der Lehrplan wird im elektronischen Lehrplaninformationssystem (LIS) digital aufbereitet und mit ergänzenden Informationen verknüpft.

Dies ermöglicht eine schnelle Orientierung über den gesamten Bildungsgang und die gezielte Suche nach einzelnen Themen im Lehrplan sowie nach Unterrichtsmaterialien und Medien (Verlinkung mit MEBIS). Zeitperspektive für die Umsetzung: Das Konzept Lehrplanplus wird Schritt für Schritt in allen allgemein bildenden und z.T. auch den beruflichen Schularten umgesetzt werden. Die Lehrpläne der Grundschule und der Wirtschaftsschule sind bereits fertiggestellt und werden ab dem Schuljahr 2014/2015 schrittweise in Kraft gesetzt. Die Lehrpläne der Mittelschule, der Realschule, der beruflichen Oberschule und des Gymnasiums sind in Erarbeitung und sollen ab Schuljahr 2017/2018 jahrgangsweise in Kraft gesetzt werden.

Gesamtkonzept zum Ausbau eines flächendeckenden und bedarfsorientierten Angebots an Ganztagsschulen in allen Schularten

Der flächendeckende und bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsangeboten in allen Schularten ermöglicht nicht nur eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern und Erziehungsberechtigten, sondern trägt auch zu mehr Chancengerechtigkeit und individueller Förderung für die Schüler bei.

Der flächendeckende und bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsangeboten in allen Schularten ist ein vorrangiges Ziel der Bayerischen Staatsregierung und stellt einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des bayerischen Bildungswesens dar. Ergriffene Maßnahme: Ausbau des Angebots; staatliche Mittel: zur Zeit jährlich 170 Mio. Euro und 2000 Lehrerstellen

Förderung hochbegabter und besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler im Gymnasialbereich; Förderung besonders begabter und leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler im Realschulbereich

An den bayerischen Gymnasien erhalten hochbegabte und besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler die Förderung, die sie zur optimalen und nachhaltigen Entfaltung ihrer individuellen Talente bzw. zur Herausbildung einer verantwortungsbewussten und -bereiten Persönlichkeit benötigen. Programme zur Anreicherung bzw. zur Beschleunigung des Lernens nehmen passgenau auf die besonderen Belange der Zielgruppe Rücksicht. Dabei kann auf ein vielfältiges Maßnahmenbündel zurückgegriffen werden: Bereits im regulären Schulalltag können besonders Begabte im Rahmen von Intensivierungsstunden bzw. der Stunden zur Individuellen Lernzeit besonders gefördert werden; Pluskurse, Schülerakademien und Ferienseminare, die sich mit verschiedenen thematischen Schwerpunktsetzungen der Interessen Hochbegabter annehmen, bieten schul- und wohnortnahe Zusatzangebote zum regulären Unterricht.

An derzeit acht Gymnasien, verteilt über alle Regierungsbezirke in Bayern, sind für Schülerinnen und Schüler mit nachgewiesener Hochbegabung spezielle Förderklassen eingerichtet. Diese Schulen wurden zu Kompetenzzentren für Begabtenförderung weiterqualifiziert und unterstützen die Gymnasien im jeweiligen Regierungsbezirk in der Begabtenförderung durch Informations-, Beratungs-, Fortbildungs- und Hospitationsangebote. Zusammen mit den Dienststellen der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Bayern stellen sie sicher, dass regionale Gegebenheiten in die Förderprogramme einbezogen werden.

Im Sinne der Nachhaltigkeit liegt ein besonderer Schwerpunkt der Förderung auf der Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule. So bieten das „Frühstudium“, der „Unitag“ oder – an derzeit vier Gymnasien – eigenständige, modifizierte Oberstufenzüge in Zusammenarbeit mit Hochschulen schon vor dem Abitur die Möglichkeit, vertiefte Einblicke in universitäres Arbeiten zu gewinnen, und leisten somit einen wertvollen Beitrag dazu, Begabungsressourcen auch über die Einzelkomponenten des Bildungssystems hinaus zu erschließen.

An den bayerischen Realschulen erhalten besonders begabte und leistungsfähige Realschülerinnen und Realschüler eine besondere Förderung im Rahmen von Talentklassen und Talentgruppen. Die Schülerinnen und Schüler belegen ein zusätzliches Abschlussprüfungsfach im Rahmen eines "enrichment" Programms. - Im Bereich der Fremdsprachen können sich die Schülerinnen und Schüler zusätzliche sprachliche Qualifikationen erwerben, die hervorragende Voraussetzungen für die FOS 13, aber auch für die Einführungsklasse am Gymnasium bzw. den Übertritt an das Gymnasium oder für die berufliche Ausbildung bieten. Die Schülerinnen und Schüler können hierbei je nach Angebot der Schulen die Fächer Französisch, Spanisch oder Tschechisch wählen.

Aber auch im naturwissenschaftlichen, wirtschaftlichen und künstlerischen Bereich Physik, BwR, Werken, Kunst, Musik und Haushalt und Ernährung ist das Zusatzfach in der Abschlussprüfung ein wesentlicher Vorteil sowohl in der beruflichen als auch in der schulischen Weiterbildung.

Kooperation Realschule - Fachoberschule

Die aktive Begleitung der Schülerinnen und Schüler bei Übertritten an andere Schularten ist ein Qualitätsmerkmal der Realschule. Diesem Zweck dienen Kooperationen mit den jeweils abgebenden bzw. aufnehmenden Schularten. Die im Schuljahr 2010/11 gestartete Erprobungsphase der Kooperation Realschule Fachoberschule wurde mit dem Schuljahr 2016/17 beendet.

Die bisherigen Kooperationen werden fortgeführt, so dass inzwischen Realschulen und Fachoberschulen an 21 Standorten eng zusammenarbeiten. Dabei wird den Realschülerinnen und Realschülern mittels zusätzlicher Unterrichtsangebote Hilfestellung bei der Entscheidung der Fortsetzung der schulischen Bildung an der Fachoberschule gegeben, Lehrkräfte beider Schularten arbeiten hier eng zusammen und tauschen sich über die jeweiligen pädagogischen sowie methodisch-didaktischen Ansätze aus. Auf diese Weise soll der Übergang von der Realschule an die Fachoberschule homogener gestaltet, die Schullaufbahnentscheidungen der Realschulabsolventen optimiert und letztlich deren Bildungserfolg gesteigert werden.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Einrichtung neuer Kooperationsstandorte auf Grundlage eines schlüssigen Kooperationskonzeptes zu beantragen. Im Rahmen eines positiven Votums durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ist eine Anschubfinanzierung im Rahmen eines Budgetaufschlages möglich.

Projekt "Ökonomische Verbraucherbildung - ein Leben lang"

Mit der Auszeichnung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung als Stützpunkte für Verbraucherbildung setzt Bayern ein Zeichen für mehr Verbraucherbildung in der Region.

Im Rahmen einer Pilotphase werden bis Ende 2017 bayernweit zehn bis fünfzehn Einrichtungen in der Erwachsenenbildung als Stützpunkte für Verbraucherbildung ausgezeichnet. Voraussetzung ist ein eigener Programmschwerpunkt Verbraucherbildung mit Angeboten zu Finanz- und Internetthemen sowie die Einhaltung von Qualitätskriterien.

Die Vorträgen und Kursen richten sich an verschiedene Zielgruppen. Die Angebote sind unabhängig von Produkten und Anbietern. Dafür steht das Siegel „Verbraucherbildung Bayern“. Partner im Projekt sind der Bayerische Volkshochschulverband, die Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung, die Katholische Erwachsenenbildung Bayern, der Bayerische Bauernverband sowie die Verbraucherzentrale Bayern und der VerbraucherService Bayern.

Das Bayerische Verbraucherschutzministerium hat 2011 die Initiative gestartet, um für Erwachsene bayernweit mehr aktuelle Bildungsangebote zu schaffen. Über 120 Kursleiterinnen und Kursleiter wurden fortgebildet und werden an die neu eingerichteten Verbraucherstützpunkte vermittelt.

Projekt "Verbraucherprofi"

Das Projekt "Verbraucherprofi“ zur „Ökonomischen Verbraucher-Bildung“ ist ein qualifiziertes Wahlfach an Realschulen zur Stärkung der Alltagskompetenz und Verbraucherbildung.

Seit dem Schuljahr 2014/15 gibt es in Bayern das freiwillige Wahlfach „Verbraucherprofi“ für Realschüler ab der 7. Klasse. Damit können die Schülerinnen und Schüler ihre im Unterricht erworbenen Alltagskompetenzen vertiefen. Schirmherren für das Wahlfach sind Verbraucherschutzministerin Ulrike Scharf, MdL und Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle, MdL. Im Frühjahr 2016 zeichnete das bundesweit agierende Präventionsnetzwerk Finanzkompetenz e.V. das Wahlfach mit dem "Finken" aus.

Projekt "Partnerschule Verbraucherbildung"

Mit dem neuen Programm "Partnerschule Verbraucherbildung Bayern" wollen das Bayerische Verbraucherschutzministerium und das Bayerische Kultusministerium Schulen dabei unterstützen, das Thema "Verbraucherbildung" in den Schulalltag zu integrieren.

Zum Schuljahr 2015/16 startete das Programm Partnerschule Verbraucherbildung Bayern mit dem Ziel, Verbraucherbildung/Alltagsbildung an Bayerischen Schulen ein Gesicht zu geben.

Für die Auszeichnung dokumentieren Schulen die ausführliche Bearbeitung von zwei selbst gewählten Themen der Alltagskompetenz und erstellen zusätzlich ein Plakat. Die Auszeichnung wird vom Verbraucherschutz- und Bildungsministerium und dem VerbraucherService Bayern e.V. vergeben. Sie richtet sich an alle allgemeinbildenden Schulen von der 1. bis zur 13. Jahrgangsstufe – mitmachen lohnt sich in jeglicher Hinsicht!

Stiftung "Haus der kleinen Forscher"

Aus ihrer naturwissenschaftlich-technischen Wurzel heraus weitet die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" ihr Angebot auf Bildung für nachhaltige Entwicklung aus.

Die Stiftung unterstützt Leiterinnen und Leiter von Kindertageseinrichtungen, ihre Kita bzw. Einrichtung als Ganzes nachhaltig zu gestalten – vom inhaltlichen Angebot über das regionale Essen bis hin zum Ressourcenverbrauch. Dabei greift die Stiftung auf die Erfahrungen und das breite Unterstützernetz der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung zurück.

Die Fortbildungen zu naturwissenschaftlichen und technischen Themen berühren Aspekte nachhaltiger Entwicklung, wie zum Beispiel Energieerzeugung oder Ressourcenverteilung. Zusätzlich zu Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus dem Kindergarten- und Grundschulbereich werden Workshops für Kita-Leitungen entwickelt. Die Stiftung erreicht derzeit über ihre 232 lokalen Netzwerkpartner mehr als 26.500 Kitas, Horte und Grundschulen in Deutschland. Seit 2006 konnte die Stiftung mit vielen engagierten Partnern vor Ort ihre bundesweite Netzwerkstruktur aufbauen.

Wasserschule

Mit der Wasserschule sollen Kinder für das Thema Wasser begeistert werden. Dazu werden Interessante Vorschläge für den Schulunterricht mit einem ausgewogener Mix aus Lernen, Spielen, Erleben und viel Spaß gemacht. Die Wasserschule entstand im Rahmen der AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ. Die AKTION GRUNDWASSERSCHUTZ umfasst eine ganze Reihe von Aktivitäten, um das Thema in das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger zu bringen, Eigenverantwortung zu wecken und zu einer nachhaltigen regionalen Entwicklung beizutragen.

Dies erfordert eine enge Vernetzung der unterschiedlichsten Handlungsbereiche und Akteure. Grundwasserschutz ist als Gemeinschaftsaufgabe zu sehen. Jeder Bürger wirkt durch sein Verhalten und seinen Konsum auf das Wasser ein – mit Folgen für den globalen Wasserkreislauf und die Wasserressourcen in seiner Heimat. Industrie, Handwerk und Handel wirken gleichermaßen auf die Wasserqualität und die Wassermenge ein. Dadurch wird der Grundwasserschutz zu einer Gemeinschaftsaufgabe, Lösungsansätze können nicht isoliert betrachtet werden. Die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen ist geboten, um spürbar zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Schließlich tragen alle Akteure und jeder Einzelne von uns die Verantwortung, den nachfolgenden Generationen ihre Lebensgrundlagen zu erhalten. Sauberes Wasser spielt dabei die entscheidende Rolle.

"MINTmacher"

- Vernetzung, Koordinierung und Ergänzung der MINT-Angebote der Region Ingolstadt Plus und der Initiative junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF). MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik

Die Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt e.V. (IRMA) hat in Zusammenarbeit mit der Initiative junge Forscherinnen und Forscher e.V. (IJF) das Netzwerk MINTmacher der Region IngolStadtLandPlus ins Leben gerufen. Die Region IngolStadtLandPlus mit ihren Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Institutionen vereint ein vielfältiges MINT-Angebot. Ziel ist, die MINT-Angebote in den Landkreisen

    Eichstätt,
  • Pfaffenhofen
  • und Neuburg-Schrobenhausen
  • und Neuburg-Schrobenhausen
  • sowie der Stadt Ingolstadt
  • zu vernetzen, zu koordinieren, zu ergänzen und
  • Kindern und Jugendlichen,
  • Eltern,
  • pädagogischen Fachkräften,
  • Lehrkräften aller Schularten,
  • Unternehmen
  • und Betrieben.

einen schnellen, sicheren Zugang zu den bestehenden MINT-Angeboten zu verschaffen.

Ein Beispiel für die Arbeit der MINTmacher ist der Upcycling -Wettbewerb "EIN/ZWEIMALIG"

Internationales Doktorandenkolleg des Elitenetzwerks Bayern

Ziel der Internationalen Doktorandenkollegs ist es, Graduierte, die durch herausragende Studienleistungen ausgewiesen sind, im Rahmen einer strukturierten Doktorandenausbildung mit internationalem Zuschnitt auf eine wissenschaftliche Laufbahn oder die Wahrnehmung verantwortlicher Aufgaben in Wirtschaft und Gesellschaft vorzubereiten. Die Internationalen Doktorandenkollegs sind darauf ausgerichtet, den wissenschaftlichen Nachwuchs durch Forschung im Rahmen hochrangiger wissenschaftlicher Themen zu fordern und zu fördern. Damit wird in Bayern ein attraktives Gegengewicht zu Spitzenangeboten des Auslands für herausragende Nachwuchswissenschaftler etabliert.

Für Internationale Doktorandenkollegs führt eine Trägeruniversität in einem Netzwerk mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen die gemeinsamen Kompetenzen für ein exzellentes Forschungs- und Ausbildungsprogramm mit starker internationaler Ausrichtung zusammen. Grundlage eines Internationalen Doktorandenkollegs ist eine im internationalen Vergleich exzellente Forschung. Die hohe wissenschaftliche Qualität des Angebots findet ihre Entsprechung in den hohen Anforderungen an die Promovierenden.

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst stellt für die Promovierenden im Internationalen Doktorandenkolleg Stellen der Wertigkeit TV-L E 13 zur Verfügung. Darüber hinaus wird in gewissem Umfang eine ergänzende Mittelausstattung angesetzt, an der die Trägeruniversität sich zu einem Viertel beteiligt. Als grobe Richtgröße können die im Durchschnitt verfügbaren Ressourcen pro Internationalem Doktorandenkolleg und Jahr angesehen werden. Danach kann von einem Richtwert von jährlich 70.000 € (zzgl. Eigenanteil der Universität) ausgegangen werden.

Internationale Nachwuchsforschergruppe

Mit der Etablierung der Internationalen Nachwuchsforschergruppen bietet das Elitenetzwerk Bayern wissenschaftlich hervorragend ausgebildeten Nachwuchskräften aus allen Ländern attraktive Karriereperspektiven an bayerischen Universitäten im Rahmen einer der beiden anderen strukturellen Förderlinien des Elitenetzwerks (Elitestudiengänge oder internationale Doktorandenkollegs).

Mit der Etablierung der Internationalen Nachwuchsforschergruppen als fünfte Förderlinie des Elitenetzwerks Bayern sollen wissenschaftlich hervorragend ausgebildete Nachwuchskräfte im Rahmen einer der beiden anderen Förderlinien des Elitenetzwerks, der Elitestudiengänge oder der Internationalen Doktorandenkollegs, an bayerische Universitäten geholt werden.

Elitestudiengänge und Doktorandenkollegs können auf diese Weise ihr jeweiliges Angebot erweitern und/oder abrunden, während der Nachwuchsforschergruppe eine Einbindung in ein für sie wissenschaftlich besonders attraktives Umfeld ermöglicht wird. Die neue Förderlinie rundet das Gesamtprogramm ab, das nun Fördermöglichkeiten von der Studienzeit bis hin zur frühen Selbständigkeit als Forscherpersönlichkeit ermöglicht.

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst stellt für die Leiterin bzw. den Leiter der Internationalen Nachwuchsforschergruppe eine Stelle der Wertigkeit TV-L E 14 oder TV-L E 15, bis zu zwei Promotionsstellen in der Wertigkeit TV-L E 13 sowie ggf. eine ½ Verwaltungsstelle zur Verfügung. Darüber hinaus wird in gewissem Umfang eine ergänzende Mittelausstattung angesetzt, an der die gastgebende Einrichtung sich zu einem Viertel beteiligt. Als grober Richtwert für die ergänzenden Mittel kann von jährlich 60.000 € (zzgl. Eigenanteil der gastgebenden Einrichtung) ausgegangen werden.

Maßnahmen im Rahmen der Energiewende

Die bayerische Forschungs- und Technologiepolitik legt aktuell einen Schwerpunkt auf die Förderung der Energieforschung und -technologien. Denn die Energiewende zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Energieversorgung kann nur mit verstärkten Forschungsanstrengungen gelingen. Das StMBW förderte beginnend mit dem Haushaltsjahr 2012 acht Forschungsvorhaben und drei Strukturmaßnahmen mit einer Laufzeit von jeweils bis zu fünf Jahren und einem Gesamtfördervolumen von 147,43 Mio. Euro. Davon werden drei Forschungsvorhaben und eine Strukturmaßnahme in einer zweiten Förderphase sowie ein neues Forschungsvorhaben im Doppelhaushalt 2017/18 mit 28 Mio. Euro gefördert.

Bayerisches Klimaforschungsnetzwerk (bayklif)

Als Teil des Klimaschutzprogramms Bayern 2050 wurde das Bayerische Klimaforschungsnetzwerk (bayklif) beschlossen. Forschungsschwerpunkte von bayklif sind die Verbesserung der Erkenntnisse von gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels und die darauf aufbauende Entwicklung und Anwendung von Modellen zu dessen Minderung. Im Rahmen von bayklif können bis zu vier interdisziplinäre Verbundprojekte mit einer Gesamtfördersumme von bis zu 2,16 Mio. Euro jährlich und bis zu fünf Juniorforschergruppen mit einer Gesamtfördersumme von maximal 1,2 Mio. Euro gefördert werden.

ÖkoKids - KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT

Bewerben Sie sich mit Ihrer Kita um diese Auszeichnung

ÖkoKids - KindertageseinRICHTUNG NACHHALTIGKEIT ist eine Auszeichnung für bayerische Kitas, die der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz und des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration im Rahmen eines UN-Dekade-Projekts seit 2013 vergibt. Jährlich werden Projekte zum Thema Umweltbildung und Nachhaltigkeit im Sinne des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans ausgezeichnet.

2016 werden zum sechsten Mal Kindertageseinrichtungen ausgezeichnet, die ein Projekt zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit im Sinne des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes durchgeführt haben. Grundlegendes Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kindertageseinrichtungen ist es, die Fähigkeiten und Werte von Kindern zu stärken, die notwendig sind, den Lebensalltag verantwortungsbewusst mitgestalten zu können.
Dazu gehören zum Beispiel:

  • Verantwortungsbewusstsein,
  • Mut,
  • Offenheit
  • und Lernbereitschaft,
  • aber auch Lebensfreude,
  • soziale, emotionale oder kommunikative Kompetenzen.

Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung

Akademien für Ökolandbau

Zwei Akademien für ökologischen Landbau in Bamberg und Kringell (Lkr. Passau) bieten modulare Fortbildungen mit verschiedenen Schwerpunkten zum ökologischen Landbau. Konventionelle Landwirte werden ebenso angesprochen wie erfahrene Öko-Bäuerinnen und -Bauern. Berufliche Quereinsteiger können sich im Rahmen einer auf den ökologischen Landbau zugeschnittenen Fortbildung für ihren Berufsabschluss als Landwirt qualifizieren.

Öko-Fachschulen

Bayern bietet zwei Staatliche Fachschulen für Agrarwirtschaft mit der Fachrichtung „Ökologischer Landbau“ mit Standorten am Agrarbildungszentrum in Landshut-Schönbrunn sowie am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Weilheim, Oberbayern. Der Unterricht an den Öko-Fachschulen ist auf ein breites Ausbildungsangebot zu den Themen des Ökolandbaus zugeschnitten.

Einen besonderen Schwerpunkt bilden die pflanzliche und tierische Erzeugung sowie die Unternehmensführung. Abgerundet wird das Bildungsangebot durch Seminare und Betriebsbesuche. Beide Fachschulen für Ökolandbau qualifizieren für den Beruf als landwirtschaftlicher Unternehmer und Betriebsleiter. Der Meisterbrief sowie der Abschluss „Staatlich geprüfte/r Wirtschafter/in für ökologischen Landbau“ können parallel erworben werden.

Stiftung "Haus der kleinen Forscher

Aus ihrer naturwissenschaftlich-technischen Wurzel heraus weitet die Stiftung "Haus der kleinen Forscher" ihr Angebot auf Bildung für nachhaltige Entwicklung aus. Gemeinsame Grundlage ist das forschende Lernen.

Im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung erarbeitet die Stiftung Fortbildungskonzepte und Materialien für Pädagoginnen und Pädagogen, die mit Kindern im Alter von 3 bis 10 Jahren arbeiten. Erstmals wird es zusätzlich spezielle Ange-bote für Kita-Leitungen geben. Die Stiftung unterstützt Leiterinnen und Leiter von Kindertageseinrichtungen, ihre Kita bzw. Einrichtung als Ganzes nachhaltig zu gestalten – vom inhaltlichen Angebot über das regionale Essen bis hin zum Ressourcenverbrauch. Das Projekt „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ im „Haus der kleinen Forscher“ ist Teil eines weltweiten Aktionsprogramms.

Die Fortbildungen zu naturwissenschaftlichen und technischen Themen berühren Aspekte nachhaltiger Entwicklung, wie zum Beispiel Energieerzeugung oder Ressourcenverteilung.

Die Stiftung bietet derzeit über ihre 232 lokalen Netzwerkpartner für mehr als 26.500 Kitas, Horte und Grundschulen in Deutschland Fortbildungen an. Seit 2006 konnte die Stiftung mit vielen engagierten Partnern vor Ort ihre bundesweite Netzwerkstruktur aufbauen.

MINTerAKTIV

Langfristiges Ziel ist es, die bayerischen Hochschulen zu stärken und die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Studienabschluss insbesondere auch mit Blick auf die Zahl an Studienabbrechern im MINT-Bereich weiter zu verbessern. Um die Attraktivität von MINT-Studiengängen in Bayern zu steigern, hat das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst die aktuelle Förderinitiative „MINTerAKTIV – Mit Erfolg zum MINT-Abschluss in Bayern“ auf den Weg gebracht. Programmschwerpunkte sind die regionale Verankerung der MINT-Ausbildung, die Stärkung insbesondere am Übergang Schule – Hochschule, die Verbesserung der Durchlässigkeit des Bildungssystems und der Ausbau der Begabtenförderung.

MINTerAKTIV knüpft an die beiden Vorgängerprojekte „Wege zu mehr MINT-Absolventen“ (2008 bis 2011) und „Erfolgreicher MINT-Abschluss an bayerischen Hochschulen – BestMINT“ (2012 bis 2015) an. Es wird weiter unterstützt durch bayme vbm vbw.


Nachhaltige Wirtschaft und Konsum


Regionalförderung

Mit der Regionalförderung mobilisieren wir Investitionen, sichern und schaffen Arbeitsplätze vor Ort.

Die Regionalförderung wird auf hohem Niveau fortgeführt, um Investitionen und Arbeitsplätze in strukturschwächere Regionen zu bringen und für eine nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum insbesondere in den Räumen mit besonderem Handlungsbedarf zu sorgen. Das Bayerische Wirtschaftsministerium hat für die gewerbliche Wirtschaft in Bayern in den letzten zehn Jahren Zuwendungen aus der Regionalförderung in Höhe von über 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt. Dadurch wurde ein Gesamtinvestitionsvolumen von 12,9 Milliarden Euro mobilisiert. Dies hat gut 241.000 Arbeitsplätze gesichert und rd. 36.200 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Mehr als 93 Prozent der Regionalfördermittel gehen in den ländlichen Raum. Die bewilligten Förderungen ermöglichen den Unternehmen, sich unter anderem stärker auf Innovations- sowie FE-Aktivitäten auszurichten. Damit wird gleichzeitig die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen gestärkt. Neben den Zuschussprogrammen für die einzel-betriebliche Investitionsförderung stehen den Unternehmen z.B. im Rahmen der allgemeinen Existenzgründungs- und Mittelstandsförderung auch zinsgünstige langfristige Darlehen der Lfa-Förderbank Bayern zur Verfügung.

Mittelstandspakt

Der Mittelstand ist das Herzstück der Bayerischen Wirtschaft. Mit dem Mittelstandspakt haben wir ein schlagkräftiges Netzwerk geschaffen.

Durch den Mittelstandspakt Bayern hat der bayerische Mittelstand eine starke gemeinsame Stimme. Mit dem Pakt wurden die Aktivitäten und Kompetenzen von inzwischen 57 mittelstandsrelevanten Wirtschaftsorganisationen unter Federführung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums vernetzt. Der Mittelstandspakt ist Informationsdrehscheibe und Kompetenznetzwerk mit umfassenden Tipps, Informationen und Services für die unternehmerische Arbeit durch die Paktpartner u.a. über Internet, Publikationen und Veranstaltungen. Das Bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt die mittelständischen Unternehmen und freien Berufe im Freistaat dabei mit zahlreichen interessanten Angeboten aus den Bereichen Finanzierung, Innovation, Fachkräftesicherung und Internationalisierung.

Mittelstandskreditprogramm

Das Bayerische Mittelstandskreditprogramm bildet seit Jahrzehnten eine wesentliche Säule in der bayerischen Mittelstands- und Existenzgründungsförderung. Im Rahmen des Bayerischen Mittelstandskreditprogramms gewährt der Freistaat Bayern über die LfA Förderbank Bayern zinsgünstige Darlehen (Start- und Investivkredite) an Existenzgründer, mittelständische Unternehmen und Angehörige der freien Berufe. Gefördert werden neben der Gründung selbständiger Existenzen im Wesentlichen die Rationalisierung, Modernisierung und Erweiterung bestehender Betriebe.

Das Bayerische Mittelstandskreditprogramm leistet einen wichtigen Beitrag zum Ausgleich größenbedingter Finanzierungsnachteile von kleinen und mittleren Unternehmen und unterstützt deren strukturellen Wandel. Ein breites Laufzeitspektrum, die Möglichkeit langfristiger Zinsbindungen, günstige Zinskonditionen sowie das Angebot an Haftungsfreistellungen von 70 % für Gründer und 60 % für bestehende Unternehmen haben maßgeblichen Anteil am Erfolg des Programms.

Über das Bayerische Mittelstandskreditprogramm wurden in den Jahren 2007 bis 2016 zinsgünstige Darlehen (Start- und Investivkredite) i. H. v. rund 2,7 Mrd. Euro gewährt. Damit wurden Investitionen i. H. v. über 8,7 Mrd. Euro zur Schaffung von rund 31.000 neuen Arbeitsplätzen und zur Sicherung von rund 210.000 Arbeitsplätzen unterstützt.

Aufbruch Bayern - Projekt Neue Werkstoffe und Rohstoffversorgung

Der steigende Bedarf an "Seltenen Erden" zeigt auf, wie wichtig es ist, die Rohstoffversorgung der Industrie in Deutschland langfristig sicherzustellen. Das Thema Nachhaltigkeit steht in Bayern dabei ganz oben auf der Agenda.

Als entscheidende Querschnittstechnologien beeinflussen innovative Werkstoffe, aber auch Nano- und Mikrotechnologien zwischenzeitlich fast alle Branchen. Die stetige Weiterentwicklung von Metallen, Keramik, Glas, Kunststoffen, Textilien oder Verbundwerkstoffen bildet die Basis für vielfältige Innovationen etwa in der Automobilindustrie, der Luftfahrt, dem Maschinenbau, der Energietechnik, aber auch der Medizintechnik oder im textilen Sektor. Von immer stärkerer Bedeutung sind dabei die eingesetzten Fertigungstechnologien.

Auch die Rohstoffversorgung spielt angesichts der wachsenden Nachfrage eine immer größere Rolle für die globale Wirtschaft. Um die Abhängigkeiten von Rohstoffen zu verringern, ist es notwendig, vorhandene Wertstoffe zu recyceln und durch neu zu entwickelnde Werkstoffe zu ersetzen. Das Fraunhofer-Zentrum für „Wertstoffkreisläufe und Werkstoffsubstitution“, IWKS, in Aschaffenburg, das mit 5 Millionen Euro gefördert wird, ist hier beispielhaft als Einzelprojekt zu nennen. In einer zweiten Förderphase werden für den weiteren Kompetenzaufbau und für einen Neubau Landes-, Bundes- und EU-Mittel in Höhe von gesamt 50 Mio. € bereitgestellt.

Innovationsgutschein

Sie haben eine innovative Idee, vielleicht für ein nachhaltigeres Produkt, und führen ein kleines Unternehmen? Mit einem Innovationsgutschein fördern wir die wissenschaftliche Unterstützung Ihrer Idee.

Mit den Innovationsgutscheinen unterstützt der Freistaat Bayern Aktivitäten von kleinen Unternehmen und Handwerksbetrieben im Bereich der Forschung und Technologie. Der Fördersatz beträgt grundsätzlich 40 % der zuwendungsfähigen Kosten. Bei Antragstellern aus Regionen mit besonderem Handlungsbedarf sowie bei Beauftragung einer Hochschule bzw. vergleichbaren außeruniversitären Forschungseinrichtung (gilt nicht für den Innovationsgutschein spezial) erhöht sich der Fördersatz um jeweils 10 %. Pro Antragsteller können innerhalb von drei Jahren max. fünf Innovationsgutscheine bewilligt werden.

Mit den Innovationsgutscheinen führen wir kleine Unternehmen an die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und anderen Unternehmen/Onnovationspartnern heran und machen sie so fit für die Herausforderungen der Zukunft. In erster Linie sollen die Hemmschwellen abgebaut werden, die es gerade bei kleineren Betrieben gegenüber wissenschaftlicher Unterstützung noch gibt. Seit der Einführung 2009 wurden bereits weit über 3000 Innovationsgutscheine ausgestellt.

Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanzsumme von höchstens 10 Millionen Euro. Träger des Programms ist die Bayern Innovativ GmbH in Nürnberg.

Orientierungshilfe für Verbraucher: Kennzeichnung und Gütesiegel

Transparenz für nachhaltige Konsumentscheidungen bei der Kennzeichnung von Produkten, Lebensmitteln und Dienstleistungen.

Gütesiegel oder Label sind eine wichtige Orientierungshilfe beim Einkauf. Sie weisen auf besondere Qualitäten von Produkten und Dienstleistungen, z. B. gesundheitliche, soziale oder ökologische Eigenschaften, hin. Doch eine Vielfalt von über 1.000 Zeichen und immer neu hinzukommende verunsichern. Im Online-Portal VIS Bayern erfahren Verbraucher, was sich hinter Gütezeichen, Umweltzeichen, Prüfzeichen, Test-Label, Eigenmarken oder Regionalzeichen verbirgt. Eine aktuelle Liste mit Logos und Kennzeichnungen sowie weitere Artikel enthalten die aus Verbrauchersicht bedeutendsten Label und befördern damit nachhaltige Konsumentscheidungen.

Bayerisches Verbraucherinformationssysten: Rubrik Nachhaltigkeit

Gut zu wissen: Wissen und Kompetenzen als Konsument für eine nachhaltige Wirtschaft.

Eine nachhaltige Entwicklung hängt zu einem großen Anteil von den Verbrauchern und ihrem Konsum ab. Viele Verbraucher sind sich dessen bewusst. Um ihnen nachhaltige Konsumentscheidungen zu erleichtern, sind ausreichende und transparente Informationen über die ökologische und soziale Verträglichkeit sowie die Herkunft von Produkten und Dienstleistungen notwendig. Dies bietet die neue Rubrik des Verbraucherportal VIS Bayern in gewohnt verständlicher, objektiver, wissenschaftsbasierter Art und Weise durch ausführliche Artikel und aktuelle Kurzmeldungen.

Infozentrum UmweltWirtschaft (IZU)

Das IZU berät die bayerische Wirtschaft in allen Fragen des betrieblichen Umweltschutzes und des nachhaltigen Wirtschaftens.

Das IZU unterstützt Unternehmen – vornehmlich kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) – beim betrieblichen Umweltschutz. In Zusammenarbeit mit den Partnern der Wirtschaft, den Industrie- und Handelskammern (IHKs), den Handwerkskammern und der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) wird ein schneller Zugang zu praxisnahen Informationen ermöglicht. Das Angebot umfasst Informationen zu aktuellen Umweltthemen, Rechtsgrundlagen und Anwendungshinweise im Umweltrecht, Fachwissen, Praxisbeispiele aus Unternehmen, Hinweise auf umweltbezogene Förderprogramme in der Förderfibel Umweltschutz, Ansprechpartner und weiterführende Informationen sowie Veranstaltungshinweise.

Das Angebot des IZU wird kontinuierlich auf der Basis von Anregungen aus der Wirtschaft und unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen weiterentwickelt. Mit der Weiterentwicklung von einem reinen Informations- und Dokumentationszentrum für Detailinformationen hin zu praxisorientierten Angeboten leistet es auch Unternehmen bei allen Themen rund um den betrieblichen Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften konkrete Unterstützung und bietet kostenlose Umsetzungshilfen an.

Projekt "Online-Branchenleitfäden – Umwelttipps für Ihren Betrieb"

Internetangebot mit spezifischen Umweltleitfäden für verschiedene Branchen

Die umfangreichen interaktiven Informationsmaterialien sollen vor allem kleineren und mittleren Unternehmen den Einstieg in den betrieblichen Umweltschutz erleichtern. Dabei sind es oft einfache Maßnahmen, die dem Umweltschutz dienen und gleichzeitig Kosten sparen.

Zum neuen Internetangebot gehören spezifische Online-Leitfäden für Bäckereien, Friseure, Kfz-Werkstätten, Einzelhändler und ein branchenübergreifender Leitfaden. Enthalten sind Checklisten zur Selbstüberprüfung und schnellerem Identifizieren von Handlungsmöglichkeiten, Hilfen zur pragmatischen Umsetzung rechtlicher Anforderungen oder Hinweise für den Aufbau eines systematischen betrieblichen Umweltschutzes.

Umweltpakt Bayern

Im Umweltpakt Bayern bekennen sich die Bayerische Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung.

Der Umweltpakt Bayern ist eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der bayerischen Wirtschaft mit konkreten Leistungen, gemeinsamen Projekten und Hilfen beim betrieblichen Umweltschutz. Die Partner bekräftigen damit ihre Überzeugung, dass Ökonomie und Ökologie keine Gegensätze sind, sondern gemeinsam zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Wohlstand beitragen. Vor diesem Hintergrund wurde am 23. Oktober 2015 der "Umweltpakt Bayern – Gemeinsam Umwelt und Wirtschaft stärken" unterzeichnet. Er beruht auf Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Kooperation.

Modellprojekt "Vom Umweltmanagement zum Nachhaltigkeitsmanagement"

Zehn bayerische Betriebe wurden über ein halbes Jahr hinweg bei der Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements begleitet.

Es wurde ein interaktives Tool mit Informationen und Beispielen erarbeitet, um ein bestehendes Umweltmanagementsystem in Richtung Nachhaltigkeitsmanagement weiterentwickeln zu können. Über die klassischen Umwelthemen wie Energieeffizienz, Abfallwirtschaft und Wasserkreisläufe hinaus, entwickelten die Pilotbetriebe beispielsweise Maßnahmen, um Fachkräfte an das Unternehmen zu binden und ihre gesamte Lieferkette nachhaltig zu gestalten. So profitieren alle bayerischen Unternehmen von einer kostenlosen Hilfe zur Selbsthilfe und erschließen sich neue Geschäftsfelder auf Zukunftsmärkten.

Ratgeber „Gut zu wissen: Nachhaltig konsumieren in Bayern“

Ob beim Einkauf oder im Haushalt, beim Reisen oder bei der Abfallentsorgung - Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden sich zunehmend für nachhaltige Alternativen. Voraussetzung dafür ist das Wissen um diese Alternativen. Hilfestellung bietet jetzt ein aktueller Ratgeber für Verbraucher in Bayern.

Wir machen mit vielen Tipps und Ideen Nachhaltigkeit alltagstauglich. Von Fair Trade bis zur richtigen Dämmung eines Gebäudes, mit der bis zu 50 Prozent Energie gespart werden kann. Nachhaltigkeit schont den eigenen Geldbeutel, nutzt der Umwelt und berücksichtigt soziale Aspekte." Der neue Ratgeber "Gut zu wissen: Nachhaltig konsumieren in Bayern" stellt dazu eine Vielzahl individuell umsetzbarer Möglichkeiten vor, und geht auf Handlungsalternativen beim Kauf neuer Produkte ebenso ein wie beispielsweise auch auf die Themen Gebraucht kaufen und Leihen. Der Ratgeber wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. (Bundesverband) herausgegeben.

Pilotprojekt „Nachhaltige Lieferkette“

Im Rahmen des Umweltpakt-Projektes entstanden Arbeitshilfen, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) unterstützen, ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement einzuführen. Beim Thema Lieferkettemanagement sind Betriebe gefordert, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen. Unternehmen sollen dabei ökologische, soziale und ökonomische Aspekte berücksichtigen und sich den Anforderungen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen stellen. Zusammen mit acht Pilotbetrieben aus ganz Bayern wurden verschiedene Arbeitsmaterialien entwickelt.

Diese unterstützen Unternehmen dabei, die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen in ihrer Lieferkette zu identifizieren und Schritt für Schritt ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement in den eigenen Unternehmen und bei den Lieferanten aufzubauen. Mit den neuen Arbeitshilfen wurde das bereits vorhandene Online-Tool „Nachhaltigkeitsmanagement für KMU“ um den Baustein „Nachhaltige Lieferkette“ erweitert. Dort stehen die praxisnahen Materialien allen bayerischen Betrieben kostenfrei zur Verfügung.

Öko-Modellregionen

In den bayerischen Öko-Modellregionen engagieren sich verschiedene regionale Initiativen für den Auf- und Ausbau der Vermarktung regionaler Öko-Lebensmittel. Landwirte, Gärtner, Imker, Verbraucher, kommunale Entscheidungsträger und weitere lokale Akteure sind in die Entwicklung des ökologischen Landbaus in der Region eingebunden. Mit Engagement und Unterstützung der Menschen vor Ort konnten bereits viele Projekte realisiert werden..


Ernährung, Gesundheit, Pflege


Aktionstage zum Thema "Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung"

Fach- und Führungskräfte in der Gemeinschaftsverpflegung können ihren Essensgästen über das Essensangebot nachhaltige Ernährung ganz praktisch schmackhaft machen. Über die Essensgäste kommt nachhaltige Ernährung zur Gesamtbevölkerung.

Das Jahresthema 2012 „Nachhaltige Ernährung“ hat das StMELF auch für die Gemeinschaftsverpflegung bearbeitet. Mit Workshops, Exkursionen und ProfiTreffs erfolgte bayernweit die Schulung der Zielgruppe „Fach- und Führungskräfte in der Gemeinschafts-verpflegung“, so dass die Inhalte attraktiv und gut umsetzbar zum Nachahmen umgesetzt waren.

Im Herbst 2012 veranstalteten die acht Fachzentren Ernährung /Gemeinschaftsverpflegung an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Auftrag des StMELF zudem bayernweit Aktionstage zur nachhaltigen Gemeinschafts-verpflegung. Im Fokus stand geschmackvolle und nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung sowie regionale Versorgung. Die Aktionstage gaben wertvolle Impulse für die lokalen Akteure.

Sensibilisierung für nachhaltige Ernährung an Schulen durch die Vernetzungsstelle Schulverpflegung

Die Leitgedanken der bayerischen Schulverpflegung sind

  • Gesundheit,
  • Wertschätzung
  • Ökologie & Regionalität
  • sowie Ökonomie.

Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung Bayern unterstützt alle Beteiligten bei der Umsetzung mit zahlreichen Maßnahmen und Angeboten. Modellprojekte zum vermehrten Einsatz von regionalen und biologisch erzeugten Produkten, Fachinformationen zu Themen rund um Nachhaltigkeit und Fachveranstaltungen sind einige Beispiele hierfür.

Was macht ein gutes Schulessen aus? Was wünschen sich die Schüler für ihre Mittags- und Pausenverpflegung? Wie können das Schulessen und die Mensa attraktiver werden? Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung führt jährlich Tage der Schulverpflegung im Rahmen der "Woche der Gesundheit und Nachhaltigkeit" an bayerischen Schulen durch. Im Rahmen verschiedener Aktionstage stellen Schülerinnen und Schüler die Zwischen- oder Mittagsverpflegung an ihrer Schule in den Fokus und widmen sich unterschiedlichen Themen. Lebensmittelverschwendung, die Erzeugung von Lebensmitteln oder Küchenabläufe werden beispielsweise genauer unter die Lupe genommen. Außerdem liefen Modellprojekte wie "Unsere Zukunft isst bioregional" oder "BioRekids" wertvolle Hinweise für die Schulverpflegung. 2017 werden Leitlinien für die Schulverpflegung in Bayern veröffentlicht, die eine Orientierung für Einkauf, Speiseplanung und Kommunikation geben werden.

Bayerische Leitlinien Betriebsgastronomie

Gemeinschaftsverpflegung gewinnt an Stellenwert in unserer Gesellschaft. Wir wollen sie noch stärker als bisher zu einem der Motoren für regionale Bioprodukte machen. Seit 2015 gibt es Coachings zu den Leitlinien Betriebsgastronomie. Für die Verpflegung in Betrieben und Behörden hat das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) die „Leitlinien Betriebsgastronomie“ veröffentlicht.

Sie definieren und empfehlen einen Mindeststandard zum Einsatz von regionalen und ökologischen Lebensmitteln. Damit ist Bayern Vorreiter insbesondere hinsichtlich des Einsatzes von regionalen Ökolebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung. In einem ersten Schritt sollten die öffentliche Verwaltung beispielgebend gewonnen werden, die Leitlinien verbindlich einzusetzen.

Ausstellungskonzept "Nachhaltige Ernährung: Essen für die Zukunft“

Auch bei der Ernährung wirkt sich die zunehmende Globalisierung aus: auf Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, den Einzelnen und seine Gesundheit. Doch wie kann der Einzelne eine nachhaltige und gesunde Ernährung in seinem Alltag umsetzen?

Das Medienpaket "Nachhaltige Ernährung" des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) gibt darauf Antworten. Das Paket wurde gemeinsam mit der TU München-Weihenstephan entwickelt. Schulische und außerschulische Bildungseinrichtungen haben mit über 1.000 Plakatsätzen und 15.000 Fachbroschüren das Medienpaket "Nachhaltige Ernährung" bislang sehr rege nachgefragt und eingesetzt. Bayernweit finden die Materialien Verwendung in der Ernährungsbildung und der Umweltbildung. Die hohe fachliche Qualität des Medienpakets "Nachhaltige Ernährung" brachte unter anderem die Anerkennung der UNESCO ein. Die UNESCO empfahl das Medienpaket als Lehrmaterial für alle Bildungseinrichtungen über Bayerns Grenzen hinweg. Aktuell wird das Medienpaket in den Bildungsangeboten für die Zielgruppe "Familien mit Kleinkindern" eingesetzt, um bereits hier das Bewusstsein für regionale und saisonale Lebensmittel sowie die Wertschätzung für unser Essen zu schaffen.

Ernährungsbildung für die Zielgruppe Junge Eltern/Familie

Wer sich gesundheitsförderlich ernähren möchte, muss wissen, wie das geht – und es am besten möglichst früh kennenlernen. Aktuell stehen für uns deshalb Familien mit Kindern bis zum Schulalter im Mittelpunkt.

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) setzt mit der Ernährungsbildung bereits bei den Kleinkindern an. An den 47 bayerischen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten als örtliche Ansprechpartner gibt es derzeit jährlich 2.000 Veranstaltungen für Eltern mit Kleinkindern. Inhalte der nachhaltigen Ernährung, wie z. B.

  • Verwendung von regionalen und saisonalen Erzeugnissen,
  • Bedeutung der ökologischen Landwirtschaft,
  • Wertschätzung von Lebensmitteln

werden in den Veranstaltungen berücksichtigt. Besuche auf dem Bauernhof oder beim Lebensmittelhandwerk ergänzen die Angebote für die Altersgruppe der Kinder im Kindergartenalter

Maßnahmen der Fachzentren Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung zur "Nachhaltigen Verpflegung"

Fach- und Führungskräfte in der Gemeinschaftsverpflegung können ihren Essensgästen über das Essensangebot nachhaltige Ernährung ganz praktisch schmackhaft machen

  • Workshops,
  • Exkursionen
  • und Modellprojekten,

so dass Fach- und Führungskräfte die erlernten Inhalte attraktiv und gut umsetzbar zum Nachahmen vermitteln können. Im Fokus steht eine geschmackvolle und nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung sowie regionale Versorgung.

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

Auch in Bayern muss die Wertschätzung von Lebensmitteln erhöht werden. Wir werfen zu viel weg.

Die Wertschätzung von Lebensmitteln spielt eine fundamentale Rolle für die alltägliche Ernährung. Mit unterschiedlichen Aktionen hat das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten das Thema "Wertschätzung von Lebensmitteln" seit seiner Gründung 2011 immer wieder aufgegriffen. Mit dem Ernährungstagen in München wurden im gleichen Jahr 12.000 Verbraucher erreicht.

Im Folgejahr 2014 starteten bayernweit über 200 Aktionen mit dem Jahresschwerpunkt "Lebensmittel köstlich und kostbar", an denen mehr als 36.000 Verbraucher teilnahmen. Eine Wanderausstellung zum Thema "Restlos gut essen" setzt den erfolgreichen Ansatz weiter fort und hat bereits über 40.000 Besucher angelockt. Die Wertschätzung von Lebensmitteln wurde auch im Jahr 2015 mit einem Sinnes-Parcours speziell für Kinder aufbereitet, so dass die Sinne für den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln möglichst früh geschult werden. Ziel der bisherigen und zukünftigen Maßnahmen ist eine Änderung der gesellschaftlichen Werthaltung im Umgang mit Lebensmitteln.

Nachhaltige Kitaverpflegung

Um bio-regionale Lebensmittel in der Kitaverpflegung einzuführen oder um mit einer Frischküche zu starten, sind viele Vorüberlegungen und Maßnahmen erforderlich. In zwei Modellprojekten sind Leitfäden entstanden, die eine strukturierte Herangehensweise ermöglichen. Das etablierte, jährliche Coaching Kitaverpflegung orientiert sich an den Leitlinien Kitaverpflegung. Leitgedanken sind Gesunheit, Wertschätzung, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit. Die Umsetzung der Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit in der Praxis ist Inhalt der bayernweiten Workshops zur nachhaltigen Verpflegung.

Projekte zu "Ökologischen Lebensmitteln am Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)"

Im Zusammenhang mit dem Landesprogramm "BioRegio Bayern 2020" soll auch der Einsatz regionaler Bioprodukte in der Gemeinschaftsverpflegung gefördert werden. Das KErn bearbeitet verschiedene Projekte im Bereich "Ökologische Lebensmittel". Das KErn hat die Studie "Die BioRegio Beschaffungssituation in der Gemeinschaftsverpflegung in Bayern" des Forschungsinstitutes für biologischen Landbau (FiBL) beauftragt. Es koordiniert BioRegio-Coachings in den Öko-Modellregionen. Außerdem veranstaltet das KErn regelmäßig BioForen. Ziel ist es, die bayerischen Einrichtungen in der Gemeinschaftsverpflegungbei der Umsetzung eines bioregionalen Speisenangebotes zu unterstützen und den wissenschaftsbasierten und praktischen Austausch zwischen allen Beteiligten zu fördern.

Bayerischer Präventionsplan

Bestmögliche Gesundheit für alle Bürgerinnen und Bürger, in jeder Lebenslage und in allen Regionen Bayerns: diese Ziele setzt der Bayerische Präventionsplan.

Im Geschäftsbereich des StMBW wird ein Maßnahmenpaket aus acht Forschungsvorhaben und drei Strukturmaßnahmen an bayerischen Hochschulen einem Gesamtfördervolumen von rd. 147 Mio. Euro gefördert. Die Projekte werden in der Broschüre Energieforschung und -technologien vorgestellt

Förderprogramm zum Erhalt und zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung vor allem im ländlichen Raum

Mit dem Förderprogramm schafft die bayerische Staatsregierung Anreize für Ärztinnen und Ärzte, im ländlichen Raum zu arbeiten. Bayern will damit dem Strukturwandel im Gesundheitswesen begegnen und auch zukünftig für eine qualitativ hochwertige und flächendeckende medizinische Versorgung in allen Landesteilen beitragen. Das Programm steht auf drei Säulen: Förderung innovativer medizinischer Versorgungskonzepte, Niederlassungsförderung, Stipendienprogramm für Medizinstudierende. Für die Jahre 2012 bis 2016 standen Mittel in Höhe von 27,2 Mio. Euro zur Verfügung. Für die Jahre 2017 und 2018 wird das Förderprogramm mit insgesamt 11,2 Mio. Euro weitergeführt und ausgebaut.

Die Administration und Weiterentwicklung der Förderung innovativer medizinischer Versorgungskonzepte ist in der Förderstelle „Innovative medizinische Versorgungskonzepte“ (IMV) am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) angesiedelt, die Administration und Weiterentwicklung der anderen beiden Fördersäulen in der Bayerischen Gesundheitsagentur (BayGA), ebenfalls am LGL. Die BayGA wurde Anfang 2012 gegründet und hat zum Ziel, die Spitzenposition Bayerns in der Gesundheitsversorgung weiter auszubauen und den Gesundheitsstandort Bayern zu fördern.

Abstimmung der Versorgungsangebote und Förderung von Kooperationen durch die Krankenhausplanung

Neue Krankenhausstruktur im Landkreis Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim

"Bisher: Drei Krankenhäuser in Trägerschaft des Landkreises für die akutstationäre somatische Grundversorgung mit weitgehend gleichartigen Versorgungsangeboten

  • Klinik Neustadt a. d. Aisch mit 181 Betten
  • Klinik Bad Windsheim mit 151 Betten
  • Klinik Uffenheim mit 52 Betten + 30 Betten geriatrische Rehabilitation

Jetzt::

Zwei Krankenhäuser in Trägerschaft des Landkreises für die akutstationäre somatische Grundversorgung mit aufeinander abgestimmten Versorgungsangeboten und Aufgabenteilung, einerseits schwerpunktmäßig Notfallversorgung und andererseits elektive Behandlungen

  • Klinik Neustadt a. d. Aisch mit 193 Betten
  • Klinik Bad Windsheim mit 151 Betten + 30 Betten geriatrische Rehabilitation

Umwidmung der Klinik Uffenheim in ein Fachkrankenhaus für Psychosomatische Medizin mit 80 Betten betrieben durch einen privaten Träger unter gesellschaftsrechtlicher Beteiligung des Landkreises Neustadt a. d. Aisch-Bad Windsheim.

Damit wirtschaftlichere Strukturen für den Landkreis im Bereich der somatischen Kranken-hausversorgung und zugleich Abdeckung des zunehmenden Bedarfs an Versorgungskapazitäten für Psychosomatische Medizin durch Nutzung eines vorhandenen, für die somatische Krankenhausversorgung nicht mehr benötigten Krankenhauses in Uffenheim.

Initiative "Gesund.Leben.Bayern.“

Für ein gesünderes Leben im Freistaat: Mit der Initiative „Gesund.Leben.Bayern.“ werden wegweisende Projekte für Gesundheitsförderung und Prävention auf den Weg gebracht.

Gesund.Leben.Bayern. fördert Modellprojekte, die wissensbasiert und qualitätsgesichert sind, die das individuelle Verhalten ebenso berücksichtigen wie Bedingungen in der Lebensumwelt und die das Potenzial haben, bayernweit Anwendung zu finden.

Bündnis für Prävention

Gesundheitsförderung und Prävention sind gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die nur in einem kooperativen Netzwerk erfolgreich verwirklicht werden können. 124 Partner haben sich dafür im Bündnis für Prävention zusammengefunden. In einer freiwilligen Selbstverpflichtung haben sich Maßgebliche Verbände, Einrichtungen und Organisationen zu den Leitprinzipien und Zielen des Bayerischen Präventionsplans bekannt. Das Bündnis ist offen: Weitere Partner aus allen Bereichen der Gesellschaft sind willkommen!

Bündnis „Wir retten Lebensmittel“

Auch in Bayern muss die Wertschätzung von Lebensmitteln erhöht werden. Wir werfen zu viel weg. Das Bündnis „Wir retten Lebensmittel“ soll dieser Entwicklung entgegentreten.

Die Wertschätzung von Lebensmitteln spielt eine fundamentale Rolle für die alltägliche Ernährung. Das Bündnis „Wir retten Lebensmittel“ (Start 17. Oktober 2016; Laufzeit 2 Jahre) hat zum Ziel die Verschwendung von Lebensmittel zu bekämpfen. Die Bündnispartner aus Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Außer-Haus-Verpflegung haben sich auf 17 „Rettungsmaßnahmen“ verständigt. Exemplarisch seien folgende genannt:

  • Lebensmittelretter-Führerschein für Schulen
  • >Verzehrsindikator
  • Start-up-Wettbewerb
  • Fortlaufende Erfassung von Lebensmittelverlusten in Bayern
  • Prognosesystem für die Außer-Haus-Verpflegung

Die Teilnehmer des Bündnisses erklären sich mit der Unterzeichnung der Bündnisschrift bereit:

  • Die Maßnahmen des Bündnisses jederzeit mit den ihnen verfügbaren Mitteln und in vertretbarem Umfang zu unterstützen.
  • Die Maßnahmen des Bündnisses in ihrem Wirkungskreis zu repräsentieren und für die Teilnahme an Aktivitäten des Bündnisses "Wir retten Lebensmittel!" zu werben.
  • Die gemeinsamen Aktivitäten des Bündnisses nur im Sinne der in der Präambel gesetzten Ziele zu nutzen, sodass stets ein maximaler Nutzen für das Bündnis erreicht werden kann.

Energieeffiziente Küche (EnKü)

Im Rahmen des Forschungs- projektes EnKü wird untersucht, wie energieeffizient Großküchen in bayerischen Betrieben und in der Schulverpflegung sind. Es interessiert, welches Potenzial zur Energie- und Ressourceneinsparung in den Küchen vorliegt.

ENKÜ geht aus dem Projekt „Potenziale zur Energieeinsparung durch Vermeidung von Lebensmittel verschwendung“ hervor. Ziel des Projektes war es herauszufinden, in welchen Bereichen der Lebensmittel wertschöpfungskette das höchste Energieeinsparpotential im Bereich Lebensmittelverluste liegt und die daraus entstehenden Energiever- luste für Bayern zu ermitteln.


Staat und Verwaltung


Fortentwicklung des Dienstrechts

Die stetige Fortentwicklung des Dienstrechts wird die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes in Bayern weiter sichern.

Der öffentliche Dienst in Bayern hat eine Vorbildfunktion für familienfreundliche Arbeitsbedingungen inne. Durch eine Vielzahl von Teilzeit- und Beurlaubungsmöglichkeiten und eine flexible Arbeitszeitgestaltung im Rahmen der Gleitzeit lassen sich familiäre und berufliche Pflichten bestmöglich miteinander in Einklang bringen. Zur Erleichterung des Wiedereinstiegs auch bei längeren familienorientierten Berufsunterbrechungen gibt es ein großes Angebot verschiedener Maßnahmen und Ansätze.

Die Bayerische Staatsregierung wird die Instrumente zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im öffentlichen Dienst nicht nur im Interesse der Beschäftigten weiter fortentwickeln. In Zeiten eines drohenden Fachkräftemangels hat auch der Dienstherr ein Interesse daran, seine Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten und weiter zu steigern.

Dabei gilt es, an den Erfolg des Neuen Dienstrechts in Bayern anzuknüpfen: Das Neue Dienstrecht hat die beruflichen Fortkommensmöglichkeiten erheblich flexibilisiert und das Leistungsprinzip gestärkt. Die Beamtinnen und Beamten werden in einem modularen System des lebenslangen Lernens zeitlich und inhaltlich passgenau qualifiziert.

Fortschreibung Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP)

Das neue LEP ist seit 1. September 2013 in Kraft.

Das Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) ist das langfristige übergeordnete Konzept der Staatsregierung zur nachhaltigen räumlichen Entwicklung Bayerns. Es wurde im Hinblick auf die aktuell großen räumlichen Herausforderungen, wie Klimawandel und demografischer Wandel, komplett überarbeitet und ist zum 1. September 2013 neu in Kraft getreten. Jetzt gilt es für alle verantwortlichen Planungsträger, die Vorgaben des LEP zu beachten und umzusetzen.

Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung in Bayern

Das Zentrum für nachhaltige Kommunalentwicklung soll die zahlreichen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung bayerischer Kommunen praxisnah darstellen, konkrete Handlungsoptionen vorstellen und durch Veranstaltungen den Austausch zwischen Kommunen unterstützen.

In Kooperation mit verschiedenen Partnern werden aktuelle Themen, Fragestellungen und Unterstützungsbedarfe im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung in Kommunen aufgegriffen. Das Zentrum ersetzt das ehemalige bayerische Leuchtturmprojekt "Netzwerk Nachhaltige Bürgerkommune" das über Workshops, Seminare und Exkursionen Fachinformationen, die für die nachhaltige Entwicklung in den Kommunen entscheidend sind, vermittelte. Das Leuchtturmprojekt wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz in den Jahren 2007 bis 2014 gefördert.

Umsetzung der Nachhaltigkeitsleitlinien und -ziele in der kommunalen Verwaltung - Nachhaltigkeitsmanagement der Stadt Augsburg

Nachhaltigkeitscheck für Beschlussvorlagen des Stadtrats.

Das Projekt zielt darauf ab, Beschlussvorlagen des Stadtrats einer Nachhaltigkeitsprüfung zu unterziehen, um damit erkennbar zu machen, wie sich die Beschlüsse zu den grundsätzlich geschlossenen Nachhaltigkeitszielen der Stadt Augsbrug verhalten. Im Rahmen der Umsetzung werden die bisherigen Nachhaltigkeitsziele der Stadt Augsburg fortgeschrieben. Das Projekt ermöglicht damit den Transfer von Nachhaltigkeitszieln in die tägliche Verwaltungsarbeit und erhöht die Chancen einer Verstetigung von Nachhaltigkeitsbestrebungen der Stadt Augsburg, weil das Engagement in bezug auf Nachhaltigkeit damit in Augsburg losgelöst von Personen stattfindet.

Ratgeber Umweltschutz in Behörden

Ratgeber zur Berücksichtigung von Umweltgesichtspunkten in öffentlichen Einrichtungen.

Mit ihrem Handeln haben öffentliche Einrichtungen eine wichtige Vorbildfunktion gegenüber Wirtschaft und Bevölkerung. Der neue Leitfaden "Umweltschutz in Behörden" bietet für Beschaffung und Betrieb zuständigen Mitarbeitern sowie Umweltbeauftragten der Öffentlichen Hand Informationen, Tipps und Hilfestellung, wie umweltbewusste Beschaffung und umweltgerechtes Handeln in Behörden rechtssicher und wirtschaftlich effizient gelingen kann. Herausgeber des Internet-Leitfadens ist das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU).

eGovernment-Portal

Das BayernPortal ist das zentrale eGovernment-Portal der Bay. Staatsregierung. Es stellt Informationen über staatliche und kommunale Verwaltungsleistungen für Bürger, Unternehmer und Verwaltungen zur Verfügung. Diese Informationen werden von Kommunen und staatlichen Behörden in einem Redaktionssystem erfasst und stetig aktualisiert. Bürger und Unternehmer können die Verwaltungsinformationen im BayernPortal über eine leistungsstarke Freitextsuche, alphabetische Übersichten sowie Lebens- oder Geschäftslagen (z. B. Geburt oder Existenzgründung) aufrufen. Nach Auswahl eines Ortes werden die Kontaktdaten der für eine Verwaltungsleistung konkret zuständigen Stelle ermittelt. Die Recherchemöglichkeiten in den Portalen übertreffen damit die der herkömmlichen Suchmaschinen.

Ein Teil des BayernPortals ist das bayerische Servicekoto, die sog. BayernID. Mit Hilfe der BayernID kann der Bürger sich in staatlichen und kommunalen Onlinedienstleistungen identifizieren und somit die im BayernPortal verfügbaren Online-Angebote nutzen. Für den Rückkanal der Behörde steht für den Bürger ein Postkorb zur Verfügung. Auf diese Art und Weise wird der digitale Verwaltungskreislauf geschlossen.

Bereitstellung einer Plattform für die sichere elektronische Kommunikation zwischen Unternehmern und Verwaltungen

Die „Plattform für sichere Kommunikation in Bayern“ ermöglicht Unternehmern seit Herbst 2014 die kostenlose sichere elektronische Kommunikation mit zuständigen Stellen und Einheitlichen Ansprechpartnern in Bayern.

Das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr hat in Abstimmung mit dem Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, den Kommunalen Spitzenverbänden und Wirtschaftskammern ein Verfahren entwickelt, mit dem Unternehmer verschlüsselt mit Behörden kommunizieren können. Über die Plattform haben die Unternehmen die Möglichkeit, Dokumente verschlüsselt hoch- und herunterzuladen sowie verschlüsselte Nachrichten zu versenden und zu empfangen. Zur Nutzung der Plattform ist lediglich eine Registrierung sowie eine Authentifizierung erforderlich; es muss keine Software installiert werden.

Programm E-Justice-Arbeitsplatz; Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs und der elektronischen Akte bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften

Die Justiz öffnet künftig die Gerichte für die verbindliche, sichere und vertrauliche elektronische Kommunikation.

Die bayerische Justiz plant die sukzessive Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs und der elektronischen Akte bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften und will bis Ende 2017 eine möglichst breite Einführung erreichen. Das damit verbundene Angebot zur elektronischen Kommunikation können professionelle Verfahrensbeteiligte - wie z. B. Rechtsanwälte und Notare - aber auch Privatpersonen nutzen.


Nachhaltige Finanzpolitik


Schuldenbremse und Schuldentilgung

Bereits im Jahr 2000 wurde in der Bayerischen Haushaltsordnung gesetzlich verankert, dass der Staatshaushalt ab dem Jahr 2006 ohne neue Schulden auszugleichen ist (vgl. Art. 18 Absatz 1 Satz 1 Bayerische Haushaltsordnung). Dieses Ziel hat der Freistaat Bayern erfolgreich umgesetzt. Bayern kommt bereits seit dem Jahr 2006 im allgemeinen Staatshaushalt ohne neue Schulden aus. Mit 2.256 Euro pro Einwohner hat der Freistaat bereits heute die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung unter den deutschen Ländern. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung der anderen westlichen Flächenländer in Westdeutschland ist mit 8.630 Euro mehr als dreimal so hoch (Stand jeweils: 31.12.2016).

Bayern war damit auch Vorbild für die im Jahr 2009 im Grundgesetz neu verankerte Schuldenbremse für Bund und Länder. Nach der Schuldenbremse im Grundgesetz müssen Bund und Länder grundsätzlich ohne neue Schulden auskommen, nach der Übergangsregelung im Grundgesetz der Bund seit 2016 und die Länder spätestens ab dem Jahr 2020. Die Schuldenbremse wird künftig auch in der Bayerischen Verfassung verankert sein. Die bayerischen Bürgerinnen und Bürger haben einer entsprechenden Änderung der Landesverfassung in einem Volksentscheid am 15. September 2013 mit 88,6 % der gültigen Stimmen abschließend zugestimmt. Nach dem Ziel des Haushalts ohne Neuverschuldung geht der Freistaat Bayern sogar noch einen Schritt weiter: Bis zum Jahr 2030 soll die Verschuldung am Kreditmarkt unter Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung abgebaut werden (vgl. Art. 18 Abs. 1 Satz 2 Bayerische Haushaltsordnung).

Der Freistaat befindet sich auf einem guten Weg, auch dieses Ziel zu erreichen: Von 2012 bis 2016 erfolgten Tilgungen in Höhe von rund 3,6 Milliarden Euro. Für das Jahr 2017 ist eine weitere Tilgungsleistung in Höhe von 500 Millionen Euro vorgesehen. Vorbehaltlich der Beschlussfassung des Bayerischen Landtages ist es im Jahr 2018 möglich, eine Gesamtsumme von 1,5 Milliarden Euro zu tilgen.

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